Veranstaltungsberichte

  • Mit brennendem Eifer

    Sieben Bemerkungen zu Friedfertigkeit und Gewaltbereitschaft in den Religionen

    Am 8. September 2011 fand in der Französischen Friedrichstadtkirche eine Veranstaltung zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom September 2001 statt. Akademiedirektor Rüdiger Sachau begrüßte die rund hundert Gäste mit sieben kurzen Überlegungen zum Thema.

     

    „Ich glaube an Gottes Gerechtigkeit“

    Große Resonanz und gutes Wetter für die 4. Feministische Sommerakademie vom 26.-28. August 2011

     

    Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die erneut restlos ausgebuchte 4. Feministisch-theologische Sommerakademie auf Schwanenwerder. Die erfolgreiche Veranstaltung soll auch im kommenden Jahr stattfinden. Der Termin steht schon fest.

     

    Kirche gegen Armut - mehr als gut gemeint?

    Tagung vom 3. bis 5. März 2011 auf Schwanenwerder

    Am 9. Februar vergangenen Jahres hat das Bundesverfassungsgericht die seit 2005 geltenden Hartz-IV-Regelsätze für verfassungswidrig erklärt. Die Kontroverse um die Folgen dieses Urteils hat gezeigt, wie schnell sich Forderungen nach gesellschaftlicher Teilhabe in Diskussionen um die Höhe von Transfereinkommen verlieren. Welche ethischen und politischen Elemente eine sinnvolle Armutspolitik kennzeichnen, und wie die Kirche als Agentin für gesellschaftliche Inklusion funktionieren kann, skizzieren Michael Hartmann, Studienleiter der Evangelischen Akademie zu Berlin, und Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, im Rückblick auf die Tagung "Kirche gegen Armut - mehr als gut gemeint?".

     

    Bleiben oder Gehen

    Schriftsteller aus der DDR über Trennendes und Verbindendes 50 Jahre nach dem Mauerbau am 15. und 22. Juni 2011

     

    Bleiben oder gehen? – viele Milieus in der DDR der späten achtziger Jahre waren von dieser Frage geprägt. Auf welcher Seite der Mauer sie leben wollen, konnten auch prominente DDR-Bürger oder Künstler bekanntlich nicht frei beantworten – wer einen Ausreiseantrag gestellt hatte, verlor seine Arbeit und war Repressionen ausgesetzt.

    An zwei Abenden haben wir mit Schriftstellern aus der DDR intensive Zeitzeugengespräche über das Bleiben oder Gehen geführt. Die Autoren waren eingeladen, frei zu erzählen und ihre persönlichen Erlebnisse in die Analyse der historischen Ereignisse einzubetten.

     

    „Europa hat Verantwortung für Flüchtlinge“

    Rückblick auf das 11. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz am 20. und 21. Juni 2011

    „Welcher Art ist eine Gesellschaft, die eher davon ergriffen ist, dass vor rund 125 Jahren der Ludwig mit seinem Arzt im Starnberger See ertrunken ist, als vom Leid einer afrikanischen Mutter, die mit ihrem Kind auf dem Arm in den Fluten des Mittelmeers verschwindet?“ Der Frankfurter Rechtsanwalt Victor Pfaff fand deutliche Worte im Blick auf die Situation des Flüchtlingsschutzes in Europa. Im Rahmen des von der Evangelischen Akademie mit organisierten 11. Berliner Symposiums zum Flüchtlingsschutz wurde intensiv diskutiert.

     

    „Aufbruch in der arabischen Welt – und Europa?

    Rückblick auf die Veranstaltung zum Friedensgutachten am 24. Mai 2011

    Europa wird zur Rechenschaft gezogen werden. Die gesellschaftlichen Akteure des Westens werden sich verantworten müssen für Haltung und Handeln den arabischen Gesellschaften gegenüber; davon ist Rüdiger Sachau, Direktor der Evangelischen Akademie zu Berlin, überzeugt. „Die arabischen Völker werden nicht nur die Herrscher der jeweils eigenen Länder zur Rechenschaft ziehen sondern auch uns fragen, was wir in den vergangenen Jahrzehnten getan und unterlassen haben“, sagt Sachau, Argumente des deutsch-ägyptischen Journalisten Karim El-Gawhary aufnehmend nach der Veranstaltung „Aufbruch in der arabischen Welt – und Europa?“ die am 24. Mai in der Französischen Friedrichstadtkirche stattfand.

     

    Tschernobyl als europäische Herausforderung

    Rückblick auf die Tagung am 26. April 2011 zum 25. Jahrestag der Katastrophe und ihre Folgen

    „Nach Fukushima gibt es die Chance, dass ein führendes Industrieland den Beweis antritt, dass eine sichere und bezahlbare Energieversorgung mit erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit möglich ist.“ Wolfram König, der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, plädierte für neue Wege in der deutschen Energiepolitik. Im Rahmen der Tagung „Tschernobyl als europäische Herausforderung“ zum 25. Jahrestag der Katastrophe wurden neben politischen auch die drastischen gesundheitlichen Folgen des Unfalls vor 25 Jahren thematisiert.

     

    „Sorge dich nicht…“?

    Bibelarbeitsvorbereitung am 18. März 2011 in Berlin zum Kirchentag in Dresden

    Da sitzt einer in der Ecke und tönt. Die ganze Kirche ist voll von seinen Lauten. Ist es Gesang, was er von sich gibt? Sind es Schmerzensschreie? Energie jedenfalls, die in jeden Winkel des Raumes dringt. Jetzt steht er auf, zischt sich ans Klavier, nimmt die Tasten. Wirft seinen Zuhörern weiter Töne zu und auch Wörter; dazwischen Ächzen, Flüstern, Klopfen, Jaulen: Bibelarbeit in der Französischen Friedrichstadtkirche.

     

    Das Wunder ist das Leben

    Ein Rückblick auf die diesjährige Filmtagung der Akademie vom 25. bis 27. Februar 2011

    Eine „wunderbare Einsicht“ habe ihr das jüngste Filmseminar der Evangelischen Akademie verschafft, meint Angelika Obert. Die Filmbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz blickt zurück auf die interreligiöse Tagung „Manchmal hilft nur ein Wunder. Heil und Heilung im Film“. Vier preisgekrönte Filme zeigten dort aus christlicher, muslimischer und buddhistischer Perspektive, wie verschieden und verwandt die Wege der Spiritualität in der heutigen Zeit sein können. Wie die „wunderbare Einsicht“ beschaffen ist, lesen Sie hier

     

    Die Schwierigkeiten der Integration:

    Eine Nachlese zur Tagung „Roma und Sinti. Eine transnationale Minderheit in Europa“, am 22. und 23. Oktober 2010

    Auch nach den skandalösen Abschiebungen von Roma in Frankreich bleibt die Situation der Roma im Fokus der Medien. Zurecht: Die Integration der größten ethnischen Minderheit Europas bleibt ein großes Problem, das den gesamten Kontinent betrifft. Die Tagung „Roma und Sinti. Eine transnationale Minderheit in Europa“ hat die historischen Hintergründe der aktuellen Konflikte aufgezeigt, eine Bestandsaufnahme der unwürdigen Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern und den daraus erwachsenden Konfliktlagen versucht und schließlich Antworten gefunden auf die Frage, aus welchem Grund Förderprogramme und gute Ansätze der Integration so häufig scheitern.

     

    „Staat sollte fördern, aber nicht inhaltlich eingreifen“

    EKD-Ratsvorsitzender diskutierte am 01. Dezember 2010 über Perspektiven von Freiwilligendiensten

    Nach Ansicht des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, ist es Aufgabe des Staates, die vorhandenen Strukturen von Freiwilligendiensten zu fördern. Dabei müsse der Staat Rahmenbedingungen zu setzen, nicht aber inhaltlich in die Arbeit der Freiwilligendienste eingreifen, betonte Schneider bei der Tagung „Freiwilligendienste in Europa“. Wie staatliches Handeln im Blick auf Freiwilligendienste in Deutschland gestaltet sein sollte, haben die Tagungsteilnehmer in acht Grundsätzen formuliert.

     

    Der Mann mit dem 'dicken Strich'

    Tadeusz Mazowiecki am 05. Oktober 2010 zu Gast in Berlin

    Tadeusz Mazowiecki trat im September 1989 als erster nichtkommunistischer Ministerpräsident Polens an die Spitze einer aus halbfreien Wahlen hervorgegangenen Regierung. Im Gespräch in der Französischen Friedrichstadtkirche, zu dem die Evangelische Akademie eingeladen hatte, berichtete er über seinen Weg dorthin, sein Menschen- und Weltbild sowie viele Erlebnisse und Erfahrungen.

     

    Die globale Dimension in der beruflichen Bildung

    Erfolgreiche Kooperationen bei der Tagung „Arbeiten mit Weltblick“ am 20. und 21. September 2010

    Wie können Wege gefunden werden, Auszubildende und Schüler für globale Themen zu begeistern? Wie können globale Zusammenhänge so vermittelt werden, dass jeder Einzelne konkrete Handlungsmöglichkeiten für sich ableiten kann? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Tagung „Arbeiten mit Weltblick. Globales Lernen in der Beruflichen Bildung“, zu der die Evangelische Akademie gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum Berlin e.V. (EPIZ) und der Evangelischen Berufsschularbeit/ Haus Kreisau eingeladen hatte. Die große Resonanz zeigte, dass Bildung und Nachhaltigkeit zunehmend Schlüsselthemen werden.

     

    Große Resonanz auf die 3. Feministische Sommerakademie

    Tagung vom 09.-11. Juli 2010

    Die diesjährige Feministische Sommerakademie unter Leitung von Dr. Erika Godel, Dr. Claudia Janssen (FSBZ) und Dr. Ulrike Metternich fand erneut großen Zuspruch. Im Mittelpunkt der Tagung in der evangelischen Bildungsstätte auf Schwanenwerder stand das Thema Auferstehung; Schwerpunkte der Veranstaltung in den Jahren zuvor waren die Themen Christologie heute (2009) und Abendmahl (2008). Auch im kommenden Jahr soll diese besondere Tagung wieder stattfinden.

     

    „Einladen statt Abhängen“

    Veranstaltung gegen Armut und Ausgrenzung am 25. Juni 2010

    Der Streit um den sozialen Zusammenhalt und um die Tendenzen zur Spaltung unserer Gesellschaft erreicht im aktuellen Konflikt um das Verteilen der Krisenfolgen und der Sparanstrengungen für die öffentlichen Haushalte die Mitte der Gesellschaft. Signalisieren die Lastenverteilungen zwischen Reich und Arm sowie zwischen Jung und Alt in den jüngsten Sparentscheidungen diese Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und einen fairen Ausgleich zu organisieren?

     

    Asyl heute: Gemeinsame Verantwortung für den Flüchtlingsschutz

    10. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz vom 15.-16. Juni 2010

    Mehr als 43 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr weltweit auf der Flucht vor Krieg, Konflikten und Verfolgung. Diese erschütternde Zahl gab António Guterres, der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) im Rahmen des 10. Berliner Symposiums zum Flüchtlingsschutz bekannt. Guterres war einer der hochrangigen Mitwirkenden, die zum kleinen Jubiläum des Symposiums an den Berliner Gendarmenmarkt gekommen waren.

     

    Der Kampf gegen die Korruption

    Aspekte der Revision der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen - Tagung am 19. Mai 2010

    Das Vertrauen zwischen Unternehmen und Bürgergesellschaft sowie zwischen Unternehmen und Regierungen hat seit dem Jahr 2008 besonderen Schaden genommen. Nach den Erfahrungen mit der Finanzkrise, in der für ein hochgradig risikoaffines Verhalten fast aller Unternehmen der Finanzindustrie am Ende die Steuerbürgerinnen und –bürger haften mussten, stehen nun neue Fälle an, in denen Unternehmen letztlich nicht in der Lage sind, Risiken zu kontrollieren und verantwortlich zu begrenzen. Gemeinsam mit Transparency International und dem Evangelischen Entwicklungsdienst hat die Akademie zu Berlin sich des Themas mit der Tagung „Der Kampf gegen die Korruption – Aspekte der Revision der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen“ angenommen.

     

    Freya von Moltke in memoriam. Das bessere Leben

    Gedenkgottesdienst für Freya von Moltke am 23. März 2010

    „Wie gut, dass Kreisau heute polnisch ist. Das nimmt es heraus aus einer möglichen deutschen Enge und macht es von vornherein zu einem europäischen Ort.”
    Diesen fulminanten Satz sagte Freya von Moltke ganz am Anfang der neunziger Jahre,

     

    Steinbrück: Medien haben in der Krise verantwortungsvoll gehandelt

    4. Berliner Medienrede am 23. November 2009 in der Französischen Friedrichstadtkirche

    Berlin (epd). Die Medien haben in der Finanz- und Wirtschaftskrise nach Auffassung des früheren Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) insgesamt verantwortungsvoll gehandelt. Dieses Fazit zog der SPD-Politiker am Montag in der 4. Berliner Medienrede zum Thema «Die Verantwortung der Medien in der Krise». Der Trend zur Banalisierung, Skandalisierung und Personalisierung in den Medien sei angesichts des Ausmaßes der Krise moderat ausgefallen.