Schöner Wohnen im Alter

Können Architektur und Design zur Lebensqualität im Alter beitragen?

Wenn es um das Wohnen im Alter geht, denken Viele zuerst an die Möglichkeiten von Versorgung und Pflege und weniger an Schönheit, Wohnkomfort und Ambiente. Darf Stilempfinden nur solange gepflegt werden, wie man selbstbestimmt wohnen kann?
Die Tagung „Schöner Wohnen im Alter“, die vom 3. bis 5. September in der Evangelischen Bildungsstätte auf Schwanenwerder stattfindet, fragt nach zusätzlichen Möglichkeiten von Lebensqualität in der letzten Lebensphase.

Sozialforscher und Demographen sind sich einig: Die Menschen in Deutschland werden immer älter, und die durchschnittliche Lebenserwartung wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Dieser große zivilisatorische Erfolg birgt bekanntlich große gesellschaftliche Herausforderungen. „Die Gestaltung unserer Lebensmöglichkeiten liegt bis ins hohe Alter in unserer Verantwortung und kann durch Neuerungen und menschliche Interventionen zugunsten alter Menschen beeinflusst werden“, sagt Rüdiger Sachau, Direktor der Evangelischen Akademie zu Berlin. Wie auch Gebäude und ihre Ausstattung möglicherweise dazu beitragen können, soll bei dieser Tagung im Mittelpunkt des Nachdenkens über die Gestaltung des eigenen Alters oder das von Angehörigen stehen.

„Geht es uns bei diesem Nachdenken nur um eine gute Versorgung im Alter, oder können wir auch ein „schönes Wohnen“ mit in den Blick nehmen – und zwar nicht nur für die Wohlhabenden?“, formuliert Sachau eine zentrale Frage. „Altenwohnanlangen sollen selbstverständlich zuerst qualifizierte Pflege und Betreuung bieten und bezahlbar sein, aber schließt das die Berücksichtigung von ästhetischen Gesichtspunkten aus?“ Zum Nach- und Mitdenken über die Möglichkeiten, die auch Architekten und Designer haben, um die Lebensqualität im Alter zu erhöhen, sind Interessenten jeden Alters herzlich eingeladen.

Weitere Informationen zu dieser Tagung finden Sie hier.