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Berliner Bibelwochen
Menschen aus ganz Deutschland und vielen Ländern Europas kommen für fünf Tage in Berlin zusammen, um miteinander über Bibeltexte und deren Bedeutung in der heutigen Gesellschaft zu sprechen. Die Begegnung mit Christinnen und Christen aus Mittel- und Osteuropa, die inzwischen fast ein Viertel der Teilnehmenden ausmachen, erlaubt eine neue Sicht der eigenen Situation.
Jede der jährlich 18 Berliner Bibelwochen wird geleitet von einem ehrenamtlich arbeitenden Team. Die Leiterinnen und Leiter, die aus unterschiedlichen Berufen, Regionen und Generationen kommen, sorgen für ein vielfältiges und basisnahes Angebot.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in der Mehrzahl engagierte Gemeindeglieder, die in unterschiedlichen Bereichen ihrer Gemeinden oder kirchlicher Einrichtungen ehrenamtlich mitarbeiten. Neben Ehrenamtlichen in der Wortverkündigung, in Gemeindevorständen oder im Besuchsdienst kommen auch Jugendleiterinnen, kirchliche Mitarbeiter oder z.B. Rentnerinnen, die Touristen ihre Dorfkirche zeigen.
Mitunter kommen auch Zweifelnde, die nur zögerlich eine Annäherung an die Kirche wagen und die in der Bibelwoche eine aufgeschlossene Gemeinschaft finden, in der niemand nach seiner oder ihrer Bibelfestigkeit beurteilt wird.
Der Weg nach Berlin ist für die meisten weit, aber er lohnt sich. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ist Berlin Dreh- und Angelpunkt zwischen West- und Osteuropa. Die Hauptstadt bietet mit ihren Museen, sozialen, wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen Exkursionsziele zu allen Tagungsthemen. In der multireligiösen Stadt bieten sich Gesprächsmöglichkeiten mit allen Religionsgemeinschaften. Zugleich erlauben die beiden Tagungsstätten konzentriertes Arbeiten, das Entstehen von Gemeinschaft und oft sogar Freundschaften über die einzelne Tagung hinaus.
In einer Gruppe auf Zeit lassen sich Zweifel und Fragen offen ansprechen und aus ungewohnten Blickwinkeln neu betrachten. Zugleich wachsen Ideen zur Bewältigung des Alltags und neue Kräfte, sich Problemen zu stellen. Die Teilnehmenden erleben die Kirche als lebendige Gemeinschaft.
Die Arbeit mit den Texten der Bibel „ist nicht nur eine professionelle Arbeit von Theologinnen und Theologen und Exegese ist keine Geheimwissenschaft. Jeder Christ sollte dazu in die Lage versetzt werden, mit der Heiligen Schrift umzugehen und darin eine kirchenleitende Aufgabe nach besten Kräften wahrzunehmen.“ So beschrieb es Prof. Dr. Birgit Weyel in ihrem Vortrag „Die Bedeutung der Bibelwochenarbeit für die Kirchen“ anlässlich der Vollkonferenz der UEK. Den vollständigen Vortrag von Professor Birgit Weyel lesen Sie hier.

