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LebensArt und SterbensKunst bei Paul Gerhardt

 
 
Berliner Begegnungen Band 3

LebensArt und SterbensKunst bei Paul Gerhardt

Herausgegeben von Susanne Weichenhan und Ellen Ueberschär

92 Seiten, kartoniert; Eur 7,-; sFr 12,50; Eur (A) 7,20
ISBN 3-88981-144-2

Der Band dokumentiert eine vielbeachtete Tagung zum 325. Todestag des großen evangelischen Lieddichters
Mit Beiträgen von Christian Bunners, Jürgen Henkys, Wolfgang Huber und Hartmut Lehmann

 Schwing dich auf zu deinem Gott

Wie kein anderer hat Paul Gerhardt den unauflöslichen Zusammenhang von LebensArt und SterbensKunst in Sprache gebracht. Ihm ging eine vielbeachtete Tagung der Evangelischen Akademie zu Berlin und der Paul Gerhardt Gesellschaft anlässlich des 325. Todestages des großen evangelischen Lieddichters nach. Der vorliegende Band 3 der "Berliner Begegnungen" dokumentiert deren historischen, theologischen und hymnologischen Ertrag. Im einleitenden Vortrag stellt der Göttinger Historiker Hartmut Lehmann Paul Gerhardt in seiner Zeit vor, die von Krieg und Gewalt gezeichnet war. An zahlreichen Beispielen illustriert er, wie konkret die Hinweise in Paul Gerhardts Liedern auf die in den Geschichtswissenschaften erkannte "Krise des 17. Jahrhunderts" sind. Auf dem theologischen Niveau seiner Zeit reflektiert Paul Gerhardt in seinen Texten tiefgehende Erfahrungen von Leid und Tod.
Der Paul-Gerhardt-Biograph Christian Bunners beleuchtet das Verhältnis des Singens zu den "letzten Dingen". Anhand von eindringlichen literarischen Beispielen zeigt er auf, wie das Singen im Umkreis Paul Gerhardts Sterbende begleitete und tröstete. Einer Überlieferung zu Folge betete dieser auch bei seinem Sterben eigene Liedstrophen.
Die poetische Gestaltung von Leben und Sterben untersucht der Berliner Praktische Theologe Jürgen Henkys in seinem Beitrag. Er geht der Frage nach, warum Gerhardt auch Poesie aufbot, wenn es um geistliche Dinge ging. Das Lied "Schwing Dich auf zu Deinem Gott" dient Henkys als Beispiel für eine "poetisch gefasste Lebensseelsorge".
Abgerundet wird die Sammlung durch die Predigt des berlin-brandenburgischen Bischofs Wolfgang Huber zum Festgottesdienst, in der er vor allem die Bedeutung der persönlichen Frömmigkeit Paul Gerhardts beleuchtet.

 

 
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