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Die globale Dimension in der beruflichen Bildung

 
 
Erfolgreiche Kooperationen bei der Tagung „Arbeiten mit Weltblick“

Die globale Dimension in der beruflichen Bildung

 

Erfolgreiche Kooperationen bei der Tagung „Arbeiten mit Weltblick“ am 20. und 21. September 2010

Wie können Wege gefunden werden, Auszubildende und Schüler für globale Themen zu begeistern? Wie können globale Zusammenhänge so vermittelt werden, dass jeder Einzelne konkrete Handlungsmöglichkeiten für sich ableiten kann? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Tagung „Arbeiten mit Weltblick. Globales Lernen in der Beruflichen Bildung“, zu der die Evangelische Akademie gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum Berlin e.V. (EPIZ) und der Evangelischen Berufsschularbeit/ Haus Kreisau eingeladen hatte. Die große Resonanz zeigte, dass Bildung und Nachhaltigkeit zunehmend Schlüsselthemen werden.

 „Wir haben mit unserer Tagung insofern sehr erfolgreich eine Lücke gefüllt, als dass es bislang wenige Veranstaltungen gab, bei denen alle in diesem Bereich Beteiligten tatsächlich zusammenkommen und sich austauschen können“, sagt Ulrike Kind, die verantwortliche Studienleiterin der Akademie. Berufsschullehrer, Vertreter aus Unternehmen und Ministerien, Auszubildende, Akteure entwicklungspolitisch tätiger Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler, Studierende und Vertreter kirchlicher Einrichtungen diskutierten Handlungsideen und erprobten neue Materialien zum Globalen Lernen.
Allen gemeinsam war das Wissen um die bei Vielen distanzierte Haltung zum Thema. „Warum sollten sich Schüler und Auszubildende mit der globalen Situation ihres Handelns beschäftigen, wenn dies keinen direkten Nutzen für ihren Beruf zu haben scheint?“ erklärt Ulrike Kind diese Skepsis. Doch die Erfahrungen in der Praxis hätten gezeigt, dass es gute Wege gebe, wie das Thema für die Beteiligten attraktiv gemacht und nachhaltiges Bewusstsein geschaffen werden könne. Kind nennt ein Beispiel: „Eine Auszubildende berichtete von einem Projekt, bei dem das „Leben“ eines Computers genau recherchiert wurde. Woher kommen die Rohstoffe, wie wird er produziert und entsorgt, inwieweit werden Menschen und Umwelt dabei belastet? Die dabei gewonnen Erkenntnisse zeigen Konsequenzen für das Handeln des Einzelnen auf. Zum Beispiel achte die Auszubildende nun auf bestimmte Prüfsigel oder auf einen energiesparenden Einsatz.“
Konkrete Handlungsideen für mehr Zukunftsfähigkeit in unterschiedlichen Berufsfeldern – zum Beispiel in der Gastronomie oder bei Reiseverkehrskaufleuten - wurden im Laufe der Tagung vielfach diskutiert. Sie bildete den Abschluss eines Kooperationsprojektes zwischen EPIZ und Haus Kreisau, bei dem von EPIZ entwickelte Materialien im konkreten Zusammenwirken mit Berufsschülern und –lehrern erprobt wurden. „Wir als Akademie haben uns sehr gefreut, an dieser Veranstaltung mitwirken zu können, da wir die Themen Bildung und Nachhaltigkeit seit langem als Schlüsselthemen wahrnehmen“, bilanziert Ulrike Kind.

 
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