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Theologie der Stadt

 
 
Auftaktveranstaltung des TheoLab Berlin

Theologie der Stadt

© privat

 

"Be Berlin - sei Berlin!" - was bedeutet dieser Slogan der Hauptstadt-Imagekampagne in religiöser Hinsicht? Wie wirkt der urbane Kontext auf das theologische Denken? Welche religiöse Topografie prägt Berlin? Am 4. und 5. September tagt erstmalig das TheoLabBerlin zum Thema „Theologie der Stadt“ in der Französischen Friedrichstadtkirche. Dr. Christopher Zarnow ist in der Arbeitsstelle „Theologie der Stadt“ im Evangelischen Kirchenkreis Schöneberg tätig.

Akademie: Herr Zarnow, der Begriff "Theologie der Stadt" ist erklärungsbedürftig. Was genau ist damit gemeint?

Dr. Zarnow: Städte – das gilt für Großstädte in besonderer Weise – sind Orte verdichteter Differenzerfahrungen. In Berlin kann es passieren, dass man um eine Straßenecke biegt und sich in einer ganz neuen Welt wiederfindet. Die Bilder von Kirche, die wir im Kopf haben, spiegeln dagegen oft stark dörflich geprägte Idealvorstellungen wider: Überschaubarkeit, hohe soziale Verbindlichkeit, Bezug auf Familienwerte. Die Theologie der Stadt orientiert sich demgegenüber bereits im Ansatz ihrer Begrifflichkeiten und Kategorien an der urbanen Realität.

Akademie: Zu Ihren Aufgaben gehört die Einrichtung des "TheoLabBerlin". Was müssen wir uns darunter vorstellen und welche Ziele verbinden sich damit?

Dr. Zarnow: Wir hatten zunächst überlegt, ein eigenständiges Institut zu gründen. Im Vorgespräch mit verschiedenen Experten aus dem inner- und außerkirchlichen Bereich wurde uns aber deutlich, dass die Idee des Netzwerks sowohl dem Inhalt als auch der Organisationsform, die uns vor Augen schwebt, angemessen ist. TheoLabBerlin ist die Abkürzung für das „Theologische Labor Berlin“. Es will verschiedene urbane Akteure einbinden und projektbezogen wirken. Das Hauptziel besteht in der Entwicklung eines kirchlichen Handlungskonzepts für Berlin, das in ständiger Rückkopplung mit der kirchlichen Praxis und der wissenschaftlichen Theologie erarbeitet wird. 

Akademie: Die Evangelische Akademie zu Berlin wird gemeinsam mit den Kirchenkreisen Schöneberg und Reinickendorf zum Anschub des TheoLabs Berlin am 4. und 5. September eine Fachtagung durchführen. Welche Erwartungen haben Sie an diese Veranstaltung?

Dr. Zarnow: Ich freue mich zunächst sehr über den Zuspruch, den die Veranstaltung erfahren hat. Alle angefragten Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Medien, Journalismus, Stadtplanung, Soziologie und Theologie haben zugesagt – ein Indiz dafür, dass wir ein Thema aufgegriffen haben, das in der Luft liegt. Ich erwarte eine fachübergreifende und sicher kontroverse Diskussion über verschiedene Zugänge zu einem unerschöpflichen Gegenstand – der Stadt und ihrer Theologie.

 
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