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Aleppo und Mossul Friedensgutachten 2017

 
 

Friedensgutachten 2017

© olga meier-sander / pixelio.de

 

Können die aktuellen Gewaltkonflikte unter den gegenwärtigen Bedingungen überhaupt gebändigt werden? Das diesjährige Friedensgutachten nimmt sich dieser Frage an. Am 30. Mai wird das Gutachten „Aleppo und Mossul – lassen sich Massenverbrechen verhindern, wenn die kooperative Weltordnung zerfällt?“ gleich nach seiner öffentlichen Präsentation in der Evangelischen Akademie zu Berlin diskutiert.Aleppo und Mossul stehen im Fokus bei der Suche nach Antworten auf die Frage: Lassen sich Massenverbrechen verhindern, wenn die kooperative Weltordnung zerfällt.

  Der Rückgriff auf nationalistische, unilaterale und aggressive Politikkonzepte nimmt international immer mehr zu, Hoffnungen auf das Völkerrecht sind zurückgeworfen. Syrien steht für das Versagen der Staatengemeinschaft, Kriegsverbrechen und massenhafte Gräueltaten zu unterbinden. Westliche Vorstellungen, Bürgerkriege mit militärischen Mitteln eindämmen oder Demokratie erzwingen zu können, haben sich nach den Erfahrungen in Afghanistan, im Irak und in Libyen als Trugschlüsse erwiesen. Auch deshalb wurde in Syrien lange nicht interveniert. Die Logik imperialer Realpolitik der Groß- und Regionalmächte gewinnt Oberhand. Russlands militärisches Eingreifen in der Ukraine und in Syrien fordert Deutschland und Europa in besonderer Weise heraus. Donald Trumps Wahl markiert eine Zäsur ins Ungewisse: Beendet „America first" die seit 1941 verfolgte Weltordnungspolitik der USA mit Protektionismus und neuer Hochrüstung? Vor diesem Hintergrund fragt das Friedensgutachten 2017 nach Strategien und Instrumenten, um Gewaltexzesse zu verhindern und solidarisches und friedensförderliches Handeln auf den Weg zu bringen. „Deutschland ist hier in besonderer Weise herausgefordert, seine Rolle zu definieren und Antworten auf die drängenden Herausforderungen zu finden“, so betont Studienleiter Uwe Trittmann.

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Jahrbuch der Institute für Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland. Es erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen untersuchen die internationale Konfliktrealität aus friedensstrategischer Perspektive. Auf ihre Analysen stützt sich die Stellungnahme der Herausgeberinnen und Herausgeber. Sie zieht Bilanz, pointiert die Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für die Friedens- und Sicherheitspolitik in Deutschland und Europa.

Zur Diskussion am 30. Mai um 18 Uhr sind Sie herzlich eingeladen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

 
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