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Die 95 Thesen

© By A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) (Own work) [FAL], via Wikimedia Commons

 

Wittenberg (epd). Die 95 Thesen, die Martin Luther am 31. Oktober 1517 veröffentlichte, waren eine Aufforderung zur Diskussion unter Gelehrten - in Latein geschrieben unter der Überschrift "Disputation zur Klärung der Kraft der Ablässe".

Luther (1483-1546) wandte sich damit zu dieser Zeit nicht gegen den Ablass an sich, sondern gegen den Handel mit Ablassbriefen. Die Ablassprediger, die durch das Land zogen, versprachen den Menschen, sie könnten sich von allen Sünden und damit von den Strafen im Fegefeuer (der Vorhölle) freikaufen. "Unausweichlich wird deshalb das Volk betrogen durch jene großspurige Zusage erlassener Strafe", kritisiert Luther. Entscheidend sei aber die Reue, betont er: "Jeder wahrhaft reumütige Christ erlangt vollkommenen Erlass von Strafe und Schuld." Doch wer sich freikaufe, entwickele keine Reue.

Sicher ist, dass Luther die Thesen am 31. Oktober an die Bischöfe Albrecht von Mainz und Hieronymus Schultz von Brandenburg schickte. Ob er selbst oder ein Bediensteter der Universität sie an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg nagelte oder heftete, wie für Disputationen durchaus üblich, ist umstritten. Es gibt keine Berichte von ihm oder von Augenzeugen. Erst später schrieb sein Mitstreiter Philipp Melanchthon (1497-1560) darüber, der aber 1517 noch nicht in Wittenberg war.

09. Mai 2017

 
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