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Kurzfilm Wir sind hier

 
 
Kurzfilm

„Wir sind hier“

© EAzB/ET

 

Sie lächeln vorsichtig in die Kamera. Sie erzählen von ihren Zielen und Hoffnungen, und „dass man nie aufgeben darf“. Der Kurzfilm zur Tagung „Wir sind hier“ vom 16. bis 18. März 2018 ist eine fünfminütige Momentaufnahme, die zeigt, was junge Geflüchtete brauchen und was ihnen Kraft gibt.

35 junge Menschen zwischen 17 und 25 Jahren mit sechs verschiedenen Muttersprachen, die zwischen zwei und elf Jahren in Deutschland leben, haben eigene Projekte vorgestellt und Ideen eingebracht, welche politischen und historischen Themen aus ihrer jetzigen Lebenswelt, aber auch in Bezug auf ihre Herkunftsländer sie diskutieren möchten.

„Man braucht Freunde. Und keinen Unterschied zwischen Muslimen, Christen oder anderen Religionen“, sagt ein junger Geflüchteter darüber, wie er sich gutes Leben in Deutschland vorstellt. Die Teilnehmer des Seminars wollen Erfahrungen austauschen, etwas über Deutschland erfahren, und sie wollen etwas tun: Wer hier mitmacht, leitet irgendwann einmal vielleicht selbst ein Seminar, wird Peer-Trainer*in, um anderen zu helfen anzukommen. Ein wichtiges Ziel im Blick auf die politische Bildung mit jungen Geflüchteten sei es, „dass sie einen Raum bekommen, wo sie sich empowern, wo sie zu hören bekommen, was sie können, dass sie auch für ihre Erfahrungen gewertschätzt werden“, sagt Mohammed Jouni von „Jugendliche ohne Grenzen“, der das Seminar mit geleitet hat. Studienleiterin Dr. Claudia Schäfer ergänzt: „Es geht darum, Menschen zu finden, die auch Lust haben, selber weiter darüber nachzudenken, welche Seminarangebote, welche Ideen, welche Aktivitäten für andere Geflüchtete hier in Deutschland interessant sein könnten.“

In diesem ersten Schritt sei es ihr in allererster Linie darum gegangen, zuzuhören und zu verstehen, was junge Menschen mit Fluchterfahrung bewegt und welchen politischen Fragen sie sich nähern wollen, sagt die Studienleiterin nach der Veranstaltung. „Dafür haben wir viele verschiedene inhaltliche und methodische Impulse aus der historisch-politischen Bildung, der Antidiskriminierungsarbeit, der Körperarbeit und vieles mehr gesetzt. Das Interesse und die eigenen weiterführenden Ideen für die Arbeit im Projekt haben unsere Erwartungen weit übertroffen.“

 „Wir sind hier“ ist ein Anfang mit Singen, Rollenspielen und vielen Diskussionen. Was sind Kategorien von Diskriminierung? Ist die verstärkte Polizeikontrolle dunkelhäutiger Menschen Diskriminierung oder eine Sicherheitsmaßnahme? Wie entsteht Diskriminierung und was kann man dagegen tun? Das Seminar fordert zum Mitdenken auf, aber es verstärkt auch die Hoffnung, dass, so sagt ein Teilnehmer, „auch in Deutschland irgendwann alles gut wird“.

 „Wir sind hier“ fand im Rahmen des Projekts „Empowered by Democracy" des Bundesausschuss politische Bildung (bap e.V.) statt. Mehr dazu unter http://empowered-by-democracy.de/ Weitere Filme finden Sie auf dem YouTube-Kanal von Empowered by Democracy.

 
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Veranstaltungskalender

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Okt
24
  • Scheinbar Bekanntes
    Sinti und Roma im westeuropäischen Film - Selbst- und Fremdbilder
    Beginn: 18:00 Uhr
Okt
31
  • Scheinbar Bekanntes
    Sinti und Roma im westeuropäischen Film - Selbst- und Fremdbilder
    Beginn: 18:00 Uhr
Okt
17
  • Scheinbar Bekanntes
    Sinti und Roma im westeuropäischen Film - Selbst- und Fremdbilder
    Beginn: 18:00 Uhr

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