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2014-45 epd Quo vadis Volkskirche

 
 
epd Dokumentation 45/2014

Quo vadis, Volkskirche?

Die protestantische Kirche in Berlin und Brandenburg ging in den vergangenen 100 Jahren durch den größten Wandlungsprozess seit der Reformation. Sie startete als Staatskirche in das 20. Jahrhundert. Der preußische König agierte als Bischof, die Kirchenverwaltung bildete einen Teil der Staatsverwaltung. Das Ende der Monarchie besiegelte das Ende der Staatskirche. An ihre Stelle trat die Selbstbezeichnung als Volkskirche. Besonders die Pfarrerschaft tat sich schwer mit der Anerkennung der Republik als legitimer Staatsform und beförderte damit die Entstehung der Diktatur. Im Nationalsozialismus schwankte die protestantische Kirche zwischen Unterstützung und Widerstand. Besonders in der Frage der Solidarität mit dem jüdischen Volk blieb sie gespalten.

Nach dem Krieg und dem Ende der kirchlichen Einheit in den sechziger Jahren nahm die Region West der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg Teil an der Entwicklung der EKD, die Region Ost an der Gestaltung des Bundes der Evangelischen Kirche in der DDR. Im Westen akzeptierte die Kirche die Demokratie als Staatsform und übernahm wichtige diakonische und gesellschaftliche Funktionen. Im Osten musste das Verhältnis zur Staatsmacht neu bestimmt werden. Der Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR fand dafür die Definition: »Kirche im Sozialismus«.

Im wiedervereinigten Deutschland stiegen die Kirchenaustritte noch einmal an, so dass heute ungefähr 30 Prozent der Deutschen der protestantischen Kirche angehören. An den meisten Orten in der EKBO herrscht ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen kirchlichen und politischen Strukturen.

»Quo vadis, Volkskirche?« ruft die grundsätzliche Diskussion nach dem Verhältnis von Kirche und Gesellschaft auf. In der Dokumentation sind Beiträge von Markus Dröge, Niels Thomsen, Christian Hanke, Frank Schürer-Behrmann, Irmgard Schwaetzer und Heinz-Joachim Lohmann enthalten.

Tagung der Evangelischen Akademie zu Berlin in Fürstenwalde am 13. September 2014

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