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Zwischen ABM und Sonderwirtschaftszone

 
 

Tagung

Zwischen ABM und Sonderwirtschaftszone

Die Chancen einer neuen Dynamik beim Aufbau Ost

Tagungsnummer
2005TG25
17. - 18. Juni 2005
14:00 - 16:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Dr. Michael Hartmann

 

Organisation

Silke Ewe

 
(030) 203 55 - 508

15 Jahre nach der Wiedervereinigung wird über neue Wege diskutiert, wie in Ostdeutschland das wirtschaftliche Wachstum beschleunigt werden kann. Was in den ersten Jahren nach 1990 nur von wenigen Experten vorgeschlagen wurde und damals zu heftigem Widerspruch anregte, ist heute ein nachdenklich aufgenommener Ansatz: Sonderbedingungen zu schaffen, die deutlicher von denen Gesamtdeutschlands abweichen. Diesen Vorschlägen liegt die Frage zugrunde, was denn letztlich gerechter sei: Einer Region ABM nach Westtarif und weitere Transfers - nach jeweiliger Kassenlage - anzubieten oder ihr die Chance zu eröffnen, eigene Wettbewerbsvorteile auszunutzen und gegen andere Regionen und gegen die europäische Konkurrenz in die Waagschale zu werfen?


Beim Wettbewerb um weniger Regulierungen darf es jedoch zu keiner Abwärtsspirale und zu keinem Lohndumping kommen. Aber ließen sich angesichts der immensen Kosten der Arbeitslosigkeit Kombilohn- oder Steuermodelle (Negativsteuer) zur Flankierung von Niedriglohnstrukturen nicht doch finanzieren? Auch Steuerermäßigungen für mittelständische Unternehmen wären vermutlich nicht teurer als kostspielige und häufig erfolglose Anschubfinanzierungen für gewerbliche Investitionen. Vorschläge des „Gesprächskreises Ost” der Bundesregierung unter der Leitung von Klaus von Dohnanyi gehen in diese Richtung und sollen auf der Tagung diskutiert werden.


Die geringe Bereitschaft, die wir alle gezeigt haben, um lange erkannte Verkrustungen der alten Bundesrepublik aufzubrechen, belastet inzwischen das gesamte Land – wirtschaftlich, sozial und vor allem im Hinblick auf die Zuversicht für die Zukunft. Vielleicht ist es lohnenswert, beim Aufbau Ost noch einmal eine besondere Anstrengung zur Modernisierung des Landes zu versuchen – einen breit angelegten ‚Modellversuch’.


Wir laden Sie ein, am 17. und 18. Juni diese Fragen auf Schwanenwerder in unserem neu eröffneten Tagungshaus zu diskutieren.


Dr. Michael Hartmann

Evangelische Akademie zu Berlin

Programm:

Freitag, 17. Juni 2005


ab 13.30 Uhr Anmeldung


14.00 Uhr Kaffee im Foyer


14.30 Uhr Begrüßung und Einführung

Dr. Michael Hartmann, Evangelische Akademie zu Berlin


14.45 Uhr Zieht der Osten den Westen in die Stagnation?

Zum Stand des Aufbaus Ost

Dr. Joachim Ragnitz, Leiter der Abteilung Strukturwandel, Institut für Wirtschaftsforschung Halle


16.00 Uhr Kaffeepause


16.30 Uhr Sonderwirtschaftszonen als Instrument der Regionalentwicklung

Ist der Osten mit veränderten Investitionsbedingungen zu retten?

Dr. Klaus-Heiner Röhl, Institut der Deutschen Wirtschaft Köln, Hauptstadtbüro Berlin


17.15 Uhr (De-)Regulierung als Standortfaktor oder gesetzesfreie Räume?

Neue Ideen für die neuen Bundesländer

Prof. Dr. Helmut Seitz, Technische Universität Dresden, Mitglied des „Gesprächskreises Ost” der Bundesregierung


Diskussion


18.45 Uhr Abendessen


20.00 Uhr Gespräche im Clubraum



Samstag, 18. Juni 2005


9.00 Uhr Andacht


9.30 Uhr Regulierungsqualität als Standortfaktor

Tobias Ernst, Bertelsmann-Stiftung, Gütersloh


10.30 Uhr Kaffeepause


11.00 Uhr (Un)gleichheit der Lebensverhältnisse oder Sonderbedingungen für Entwicklung

Wieviel Ungleichheit müssen wir zulassen?

Statements und Podium:

Karl Brenke, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin

Dr. Rainer Land, Thünen-Institut für Regionalentwicklung, Berlin

Rolf Seutemann, Vorsitzender der Geschäftsführung, Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Berlin


mit Diskussion


13.00 Uhr Mittagessen


14.30 Uhr Der Osten – Reformmotor für Deutschland?

Peter Hettlich MdB, Die Grünen, Sprecher der Arbeitsgruppe Ost, Berlin

Stephan Hilsberg MdB, SPD, Sprecher der Landesgruppe Ost, Berlin


mit Diskussion


16.00 Uhr Ende der Tagung


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