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Europa und die Türkei

 
 

Tagung

Europa und die Türkei

Trägt die Brücke zwischen EU und islamischer Welt?

Tagungsnummer
2006TG14
19. - 21. Mai 2006
17:00 - 13:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Ulrike Poppe

Organisation

Orgateam
(030) 203 55 500

Die Grenzen Europas sind weder den Geographie- noch den Geschichtsbüchern zu entnehmen. Die Zugehörigkeit der Türkei wird gegenwärtig kontrovers diskutiert. Unter den Befürwortern einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union wird die Brückenfunktion zur islamischen Welt hervorgehoben.

Wir wollen auf der Tagung prüfen, ob diese Erwartung berechtigt ist. Wer die Werte der Europäischen Union teilt, soll dazugehören, so sieht es der Verfassungsvertrag der EU vor. Die Standards der EU schaffen Anreize für eine demokratische und an Menschenrechten orientierte Entwicklung in der Türkei. Für die Europäische Union bedeutet die in Aussicht genommene Vollmitgliedschaft der Türkei eine Herausforderung: Wird diese „prinzipielle Grenzenlosigkeit“ den inneren Zusammenhalt und die politische Handlungsfähigkeit Europas gefährden? Was bedeutet dieser Schritt für die Europäische Identität? Diese innereuropäischen Bedenken sind auch unter sicherheitspolitischen Aspekten zu prüfen. Wie wird in Zukunft das Außenverhältnis zu den islamischen Ländern gestaltet? Eine Verständigung zwischen der islamischen Welt und Europa ist eine zentrale Aufgabe für eine friedliche Zukunft. Kann die Türkei als Mittlerin zwischen Orient und Okzident den Zusammenprall der Kulturen abmildern und eine Brücke zwischen diesen Welten

herstellen?


Wir laden Sie ein, diese Fragen mit Fachleuten zu diskutieren.


Ulrike Poppe

Evangelische Akademie zu Berlin


Programm:

Freitag, den 19. Mai 2006


17.00 Uhr Anmeldung


18.00 Uhr Abendessen


19.00 Uhr Begrüßung und Einführung


19.20 Uhr Vision Europa

Die Geschichte der Ideen und Entwürfe für einen befriedeten Kontinent

Prof. Dr. Wilfried Loth, Historiker, Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Universität/Duisburg Essen


Ende gegen 21.30 Uhr


Sonnabend, den 20. Mai 2006


9.30 Uhr Orient und Okzident

Verflechtungen und Abgrenzung in historischer Perspektive


Prof. Dr. Gudrun Krämer, Islamwissenschaftlerin, FU- Berlin


11.00 Uhr Kaffeepause


11.30 Uhr Differenz, Konsens und Konflikt

Über Islamische Kultur und Europäische Identität

Prof. Dr. Faruk Şen, Leiter der Stiftung Zentrum für Türkeistudien (angefragt)


13.00 Uhr Mittagessen


15.00 Uhr Die laizistische Türkei auf dem Weg in die Westliche Staatengemeinschaft

Über den Versuch einer Aussöhnung zwischen Kemalismus und Islam

Dr. Bekim Agai, Islamwissenschaftler, wiss. Assistent am Orientalischen Seminar der Universität Bonn


16.00 Uhr Kaffeepause


16.30 Uhr Die Europäische Mission für Demokratie und Menschenrechte

Die Rolle der EU als „norm teacher“ am Beispiel der Türkei

Elisa Lang, MA, Universität Bochum


17.30 Uhr Wandel durch Handel und Investitionen

Die Wirtschaft als eine der Triebkräfte für Reform und Öffnung?

Fabian Wehnert, Referent, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Berlin


18.30 Uhr Abendessen


19.30 Uhr Türken, Araber und der politische Islamismus

Zum Verhältnis zwischen der Türkei und den anderen islamischen Staaten

Mona Naggar, Islamwissenschaftlerin, freie Journalistin, Redaktionsleiterin des Islamportals "quantara.de", Bonn

Prof. Dr. Barbara Kellner-Heinkele, Institut für Turkologie der FU-Berlin

Charlotte Wiedemann, freiberufliche Korrespondentin für islamische Länder, Berlin (angefragt)


Moderation: Sengül Senol, Dipl. Journalistin, Moderatorin Kanal Avrupa TV, Duisburg


Ende gegen 21.30 Uhr



Sonntag, den 21. Mai 2006


9.15 Uhr Andacht

Dr. Erika Godel, Pfarrerin, Evangelische Akademie zu Berlin


10.00 Uhr Europa und seine südöstlichen Nachbarn

Kann die Türkei eine Brücke zwischen Europa und der islamischen Welt werden?

Udo Steinbach, Deutsches Orient-Institut, Hamburg


PODIUM:

Sengül Senol, Dipl. Journalistin, Moderatorin Kanal Avrupa TV, Duisburg

Prof. Dr. Faruk Şen, Leiter der Stiftung Zentrum für Türkeistudien (angefragt)

Ekrem Eddy Güzeldere, Politikwissenschaftler, Projektkoordinator für Menschenrechte und Umwelt bei der Heinrich Böll Stiftung in Istanbul


Moderation: Ulrike Poppe


12.30 Uhr Mittagessen und Ende der Tagung

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  • Neue Welt(un)ordnung:
    Welche Rolle sollen zukünftig die UNO und Deutschland spielen?
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