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Die hysterische Republik

 
 

Tagung

Die hysterische Republik

8. Berliner Mediengespräche

Tagungsnummer
2007TG48
28. November 2007
11:00 - 20:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Dr. Rüdiger Sachau

 

Organisation

Hannah Kickel-Andrae

 
(030) 203 55 - 506

Die Berliner Mediengespräche bieten den Rahmen für einen vertieften Dialog über Fragen der Medien, ihrer Gegenwart und Zukunft und ihrer ethischen Grundlagen. Für die 8. Berliner Mediengespräche wird das Thema Tempo im Journalismus im Mittelpunkt stehen: Nachrichtenkanäle, Agenturen und zunehmend auch Websites buhlen um Aufmerksamkeit – und Aufmerksamkeit bekommt vor allem der, der im täglichen Geschäft „Erster!“ schreit. In diesem durch Konkurrenzdruck erzeugten Kreislauf gegenseitiger Beschleunigung bleibt wenig Raum für die gelassene Erläuterung komplexer Zusammenhänge. Vogelgrippe, Kampfhunde, Gewalt an Schulen - Themen, die noch vor Monaten die Welt aus den Angeln zu heben drohten, sind schon wenige Wochen oder Monate später kaum mehr einer Erwähnung wert, weil andere Schlagzeilen die Republik beherrschen.

Das ist schädlich für eine Öffentlichkeit, die in den Medien Orientierung angesichts komplizierter Sachverhalte sucht. Das ist anstrengend und manchmal überfordernd für die Akteure der Politik und des öffentlichen Lebens.

Wie wirken die Mechanismen der Beschleunigung? Journalistinnen und Journalisten sind sowohl Gewinner als auch Verlierer des Aktualitätsdrucks – wie gelingt ein gelassener Umgang mit der reizvollen Aufgabe? Welche ethischen Orientierungen sind dafür hilfreich?


Im Anschluss an die Fachtagung laden wir zur 2. Berliner Medienrede ein, die öffentlich stattfindet. Einmal im Jahr greift eine hochrangige Persönlichkeit aus Politik und Gesellschaft am Gendarmenmarkt medienethische und medienpolitische Fragen im Rahmen einer Standortbestimmung auf. In diesem Jahr wird sie von dem SPD-Vorsitzenden und Rheinland-Pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck gehalten werden. Er ist seit 1994 Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder und seit 1999 Vorsitzender des Verwaltungsrates des ZDF und einer der einflussreichsten Medienpolitiker der Republik.


Dr. Rüdiger Sachau

Direktor Evangelische Akademie zu Berlin


Dr. Thomas Dörken-Kucharz

ARD-Beauftragter für den Medienbeauftragten des Rates der EKD


Klaus Möllering

Evangelische Medienakademie / Journalistenschule

Programm:

11.00 Uhr Begrüßung und Einführung in den Tag

Dr. Rüdiger Sachau, Direktor Ev. Akademie zu Berlin


11.15 Uhr Die Säue, die wir trieben, wo sind sie geblieben?

Beobachtungen aus dem hysterischen Alltag

Eine Klang- und Bildcollage zu Kampfhunden, Kopftüchern, Vogelgrippe und Klimawandel von Journalistenschülerinnen und -schülern der Electronic Media School Babelsberg


11.30 Uhr Schnelligkeit ist unser Geschäft

Journalismus im digitalen Zeitalter

Matthias Müller von Blumencron, Spiegel-Online, Hamburg

Andreas Wertz, Chefredakteur Inforadio vom rbb, Berlin

Peter Limbourg, Chefredakteur N24, Berlin

Dr. Wilm Herlyn, Chefredakteur dpa, Hamburg

Moderation:

Jörg Bollmann, Direktor Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, Frankfurt a.M.

Einwürfe:

Prof. Dr. Jürgen Körner, Dipl.-Psychologe und Psychoanalytiker, FU-Berlin

Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing, Schriftsteller und Theologe, Saarbrücken/Würzburg

Blog / Kommentar:

Dr. Mercedes Bunz, Chefredakteurin Tagesspiegel-Online, Berlin


13.15 Uhr Mittagessen


14.30 Uhr Gelassenheit im Themenhype - wie geht das?

Hans Leyendecker, Leitender Redakteur, Süddeutsche Zeitung, München

Paul Sahner, Chefreporter, BUNTE, München

Dr. Kai Gniffke, Chefredakteur, ARD-Aktuell, Hamburg

Moderation:

Arthur Landwehr, Hörfunk-Chefredakteur SWR, Baden-Baden

Einwurf:

Prof. Johanna Haberer, Christliche Publizistik, Universität Erlangen

Beteiligung des Publikums


16.15 Uhr Kaffeepause und Wechsel in die Friedrichstadtkirche zur 2. Berliner Medienrede


17.00 Uhr Rundfunk im Spannungsfeld zwischen Karlsruhe und Brüssel

2. Berliner Medienrede

Ministerpräsident Kurt Beck, Mainz

Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder

anschließend: Empfang

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