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Aufbruch in die Demokratie

 
 

Abendforum

Aufbruch in die Demokratie

Über gewonnene und verlorene Hoffnungen politischer Akteure

Tagungsnummer
32-2/2009
27. Oktober 2009
19:00 - 21:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Ulrike Poppe

Organisation

Silke Ewe

 
(030) 203 55 - 508

Vorbedingungen, Verlauf und Ergebnisse der 89er Revolution sind von Menschen gestaltet und geprägt worden, die sich ihren eigenen Ideen von Freiheit und gerechtem Zusammenleben verpflichtet fühlten. Sie haben sich in der konkreten historischen Situation einer politischen Herausforderung gestellt. In dieser Abendreihe werden wir einige dieser Persönlichkeiten vorstellen und sie nach ihren Motivationen und Erfahrungen befragen. Manche von ihnen sind heute noch in der Öffentlichkeit bekannt, andere sind in Vergessenheit geraten. Wir bieten mit diesen Veranstaltungen eine Möglichkeit, Handlungsoptionen in der Umbruchzeit zu vergegenwärtigen und zu diskutieren. Vor allem aber wollen wir die ganz persönlichen, lebensgeschichtlichen Hintergründe beleuchten, auf denen die Entscheidung, politisch einzugreifen und mitzugestalten, herangereift war. Wir werden danach fragen, von welchen Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung die jeweiligen Akteure damals ausgingen, was sie erhofft und angestrebt haben und wie sie ihre derzeitigen Erwartungen an Demokratie und Deutsche Einheit heute beurteilen.

Zu diesen Gesprächsabenden lade ich Sie herzlich ein. Weitere Termine am 24. November 2009 und in 2010.


Ulrike Poppe

Studienleiterin, Evangelische Akademie zu Berlin

Programm:

Frieden ist für uns kein fernes Endziel, sondern Geschehen, lebbar, hier und jetzt.

(Motto der Friedensgemeinschaft Jena)


Roland Jahn

Journalist, Redakteur für das ARD-Politmagazin "Kontraste", Berlin


im Gespräch mit Ulrike Poppe


am Dienstag, 27. Oktober 2009, 19 – 21 Uhr



1977 wird Roland Jahn (* 1953) wegen seiner Proteste gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns von der Universität Jena exmatrikuliert. Fünf Jahre später wird er verhaftet, weil er eine polnische Flagge mit dem Schriftzug der verbotenen polnischen Gewerkschaft Solidarnosc am Fahrrad hat. Mit Gewalt wird er in die Bundesrepublik abgeschoben, wo er bald zum wichtigsten Unterstützer der DDR-Opposition wird. Er organisiert die illegale Einfuhr von Zeitungen, Büchern und Druckmaschinen in die DDR und sorgt dafür, dass Aktivitäten und Verfolgung von Oppositionellen über die Westmedien

öffentlich werden.


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