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Tschernobyl als europäische Herausforderung

 
 

Tagung

Tschernobyl als europäische Herausforderung

Gedenkveranstaltung zum 25. Jahrestag

Tagungsnummer
14/2011
26. April 2011
13:30 - 17:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Ulrike Kind

Organisation

Silke Ewe

 
(030) 203 55 - 508

Während die atomare Katastrophe in Fukushima die ganze Welt in Atem hält, und die Folgen für Menschen und Umwelt noch nicht abzusehen sind, werden die Erinnerungen wieder wach an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich am 26. April 2011 zum 25. Mal jährt. Die grenzüberschreitenden Folgen der Explosion im Atomkraftwerk in Tschernobyl waren damals europaweit zu spüren. Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind für die über fünf Millionen Menschen in den am stärksten betroffenen Gebieten wie auch für die noch lebenden Liquidatoren, die damals unmittelbar am Reaktor im Einsatz waren, nach wie vor Realität.


Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat jedoch auch eine einmalige europaweite Solidaritätsbewegung hervorgebracht, die sich mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes in vielen Ländern entwickelt hat. Allein in Deutschland gibt es noch heute über 500 Organisationen, die mit ihren humanitären, sozialen und ökologischen Projekten ein wichtiges Fundament für die Entstehung eines europäischen Hauses bilden.


Zum Jahrestag wollen wir an die Katastrophe und ihre Folgen erinnern und angesichts der Ereignisse in Japan fragen, welche Konsequenzen und Lerneffekte wir hieraus für die Politik und jeden Einzelnen im heutigen Europa ziehen können. Vor diesem Hintergrund haben in den letzten Monaten junge europäische Stipendiaten des Geschichts-Netzwerkes EUSTORY europaweit die Kultur des Erinnerns an Tschernobyl untersucht und werden ihre Ergebnisse am 25. Jahrestag der Katastrophe präsentieren.


Gemeinsam mit europäischen Partnern laden wir Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Interessierte ein, mit uns zu diskutieren, welche Aufgaben sich vor dem Hintergrund von Tschernobyl für die Zukunft stellen.


Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB), Dortmund

Ulrike Kind, Studienleiterin, Evangelische Akademie zu Berlin

Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer, Stiftung Mercator, Essen

Dr. Astrid Sahm, Leiterin, Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ (IBB), Minsk

Gabriele Woidelko, Leiterin, EUSTORY - History Network for Young Europeans, Hamburg


Unter folgendem Link können Sie Beiträge zur Tagung abrufen:

http://www.eaberlin.de/4E2FAAB2A24F49838EFCD049D430E7E5.php


Programm:

Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.


13.00 Uhr Anmeldung und Begrüßungskaffee


14.30 Uhr Begrüßung

Ulrike Kind, Studienleiterin, Evangelische Akademie zu Berlin

Michael Schwarz, Leiter, Kompetenzzentrum Internationale Verständigung, Stiftung Mercator, Essen


14.45 Uhr Umdenken nach Tschernobyl und Fukushima

Mensch und Atomenergie im 21. Jahrhundert

Wolfram König, Präsident, Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter


15.15 Uhr Tschernobyl! Und nun?

Eine szenische Kollage junger Europäer zum 25. Jahrestag der Katastrophe

Stipendiaten vom Geschichtsnetzwerk EUSTORY


15.45 Uhr Kurze Pause


16.00 Uhr Tschernobyl

Umweltkatastrophe - Europäisches Netzwerk - Mahnung für die Zukunft?

Dr. Winfried Eisenberg, IPPNW, Herford

Lorenz Hilfiker, Geschichtsnetzwerk EUSTORY, Belp, Schweiz

Svetlana Margolina, Hoffnung für die Zukunft, Minsk, Belarus

Geert Metselaar, Stichting Rusland Kinderhulp, Zwolle, Niederlande

Dr. Astrid Sahm, IBB .Johannes Rau., Minsk, Belarus

Moderation:

Ulrike Kind, Evangelische Akademie zu Berlin


17.00 Uhr Empfang

im Großen Saal im Haus der EKD (Charlottenstr. 53/54, gegenüber der Kirche)



Gefördert von

Stiftung Mercator und

vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus den Mitteln des Kinder- und Jugendplans (KJP) des Bundes




Weitere Tschernobyl-Veranstaltungen am 26.4.2011 in Berlin


Die verletzte Schöpfung. 25 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl.

Gemeinsames Gedenken der Evangelischen, Katholischen und Russisch-orthodoxen Kirche 11.00 Uhr: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10798 Berlin-Charlottenburg


1000 Stimmen gegen das Verdrängen.

Benefizkonzert zugunsten der „Kinder von Tschernobyl-Stiftung des Landes Niedersachsen“ und „Heim-statt Tschernobyl e.V.“

19.00 Uhr: Einführungsveranstaltung mit der Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch

20.00 Uhr: Konzert - Schostakowitsch, Tschaikowsky und traditionelle russische Chormusik, Nachgespräch im Foyer bei Wasser, Wein und Brot

Adresse: Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Str. 1, 10785 Berlin

Veranstalter: Stiftung Berliner Philharmoniker, Staatskapelle Berlin, IPPNW-Concerts

Karten sind über die Philharmonie zu beziehen.



Zusätzliche Informationen

In dem Projekt „25 Jahre Tschernobyl - Wege einer transnationalen Erinnerungskultur“ arbeiten die Partner EUSTORY (Hamburg), Evangelische Akademie zu Berlin, Heim-statt Tschernobyl (Bünde), IBB Dortmund, IBB „Johannes Rau“ (Minsk) zusammen. Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Mercator (Essen).


Es beinhaltet folgende weitere Projekte und Veranstaltungen:

In einer Studienfahrt und einem internationalen Internetseminar recherchieren junge Europäer aus 19 Ländern, wie die Tschernobyl-Katastrophe bei ihnen vor Ort wahrgenommen wurde.


In der Ausstellung „25 Jahre Tschernobyl: Menschen - Orte – Solidarität“ stehen die Schicksale der Liquidatoren und der Umsiedler im Mittelpunkt und die europäische Solidaritätsbewegung wird beschrieben. Die Ausstellung wird in über 30 Städten gezeigt und von Zeitzeugen begleitet.


Erstmals können zu der Partnerschaftskonferenz, die vom 17. bis 20. April 2011 in Minsk stattfindet, Partner aus verschiedenen europäischen Ländern eingeladen werden.


Vom IBB Dortmund werden aus Anlass des 25. Jahrestags von Tschernobyl folgende Bücher veröffentlicht: „Gebrochene Biographien - vergessene Orte“, Rüdiger Lubricht, Bildband, Dortmund, 2011, „Tschernobyl und die Europäische Solidarität“, Dr. Isolde Baumgärtner, Dortmund, 2011.

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