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Bleiben oder gehen? - II

 
 

Abendforum

Bleiben oder gehen? - II

Schriftsteller aus der DDR über Trennendes und Verbindendes 50 Jahre nach dem Mauerbau

Tagungsnummer
20A-2/2011
22. Juni 2011
18:00 - 22:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Dr. Jacqueline Boysen

 

Organisation

Rosalita Huschke

 
(030) 203 55 - 404

Wir bringen Autoren, die der DDR nach dem Mauerbau den Rücken gekehrt haben, die ausgebürgert oder deren Ausreiseersuchen angenommen wurden, mit Kollegen ins Gespräch, die in der DDR geblieben sind, an Reformen glaubten oder sich mit dem Leben hinter der Mauer arrangiert hatten.


Welche Folgen haben Übersiedlung und Heimatverlust? Wie prägte der Neuanfang die Flüchtlinge – zumal jene, die sich künstlerisch mit der Suche nach Identität auseinandersetzen? Und welchen Einfluss hat der Exodus auf die anderen, die zurückbleiben, die DDR verteidigen und Reformen anstreben?


Schriftsteller und Musiker aus unterschiedlichen Generationen diskutieren über Freiheit und Unfreiheit, über Entfremdungen diesseits und jenseits der Mauer. Sie berichten über DDR-spezifische Prägungen, die Erwartung an den Neustart und die Realität in der Bundesrepublik vor und nach der Wiedervereinigung.


Dazu lade ich Sie herzlich ein.


Dr. Jacqueline Boysen

Evangelische Akademie zu Berlin


Den Bericht über diese Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link http://www.eaberlin.de/F0E18F932ED240FDAB6DF23AB22267B0.php




Programm:

Mittwoch, 22 Juni 2011


Am 22. Juni tauschen sich die als Kind mit ihren Eltern aus der DDR ausgereiste Susanne Schädlich und ihr Schriftstellerkollege Thomas Brussig aus.


Susanne Schädlich, geboren 1965, ist Tochter des Literaten Hans Joachim Schädlich, der seine Stelle an der Akademie der Wissenschaften verloren hatte, weil auch er gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns protestiert hatte. Nach einer DDR-kritischen Veröffentlichung im Westen wurde seinem Ausreiseantrag 1977 stattgegeben und er siedelte mit seiner Frau und zwei Töchtern in die Bundesrepublik über. Susanne Schädlich lebte ab 1988 in den USA, wo sie nach dem Mauerfall erfuhr, dass ihr Onkel die Familie jahrelang bespitzelt und verraten hatte. Susanne Schädlich arbeitete unter anderem als Übersetzerin und Journalistin. 1999 kehrte sie nach einem Studium in Kalifornien nach Berlin zurück.


Thomas Brussig, auch Mitte der sechziger Jahre geboren, wuchs in Ost-Berlin auf. Er wurde Baufacharbeiter und absolvierte den Grundwehrdienst bei den Volkspolizei-Bereitschaften, arbeitete unter anderem als Möbelträger, Tellerwäscher, Museumspförtner und Hotelportier. Er begann 1990 Soziologie an der Freien Universität Berlin zu studieren, wechselte an die Filmhochschule „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg und wurde Film- und Fernsehdramaturg. 1999 erhielt Thomas Brussig den Drehbuchpreis der Bundesregierung für „Sonnenallee“ und 2005 die Carl-Zuckmeyer-Medaille.


Die musikalische Gestaltung des Abends übernimmt Stephan Krawczyk. Der 1955 im Thüringischen Weida geborene Schriftsteller und Liedermacher erhielt 1985 in der DDR Berufsverbot. In Kirchen trat Krawczyk zusammen mit seiner damaligen Frau Freya Klier weiter auf, im Januar 1988 wurde er vor der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration verhaftet und in den Westen abgeschoben.


Hoffen auf Glasnost und Perestroika oder Tapetenwechsel nur nach Ausreise?

Erfahrungen vor und nach dem Fall der Mauer


18.00 Uhr Einlass


19.00 Uhr Begrüßung

Dr. Jacqueline Boysen


19.10 Uhr Musik von Stephan Krawczyk.

Gespräch zwischen Susanne Schädlich und Thomas Brussig mit dem Blick auf die späte DDR und die Erfahrung der Ausgereisten.


20.30 Uhr Pause für ein erfrischendes Getränk


20.45 Uhr Musik von Stephan Krawczyk.

Diskussion zwischen Susanne Schädlich, Thomas Brussig und Stephan Krawczyk

über die jüngste Generation in der DDR geborener Autorinnen oder Autoren und ihre Auseinandersetzung mit Diktatur und Neubeginn.


22.00 Uhr Ende der Veranstaltung und Ausklang bei einem Glas Wein


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    Sinti und Roma im westeuropäischen Film - Selbst- und Fremdbilder
    Beginn: 18:00 Uhr
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  • Scheinbar Bekanntes
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