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Eine tragende Idee

 
 
EAzB, 19. November 2013

Einladung zur Tagung „Wo ist das neue Narrativ?“ am 25. November

 

Europa steht für Frieden, Demokratie und Wohlstand. Aber auch für ungelöste Probleme, die strapazierte Haftungsgemeinschaft in der Euro-Zone, die ungebändigte Bürokratie in Brüssel und Uneinigkeit in außenpolitischen Positionen der EU. Doch was verleiht der Europäischen Einigung heute einen Sinn, wie können die inzwischen 28 Staaten der Europäischen Union Stabilität geben? Wo schlägt das Herz Europas? Nach einem neuen Begründungszusammenhang  für die Europäische Union im 21. Jahrhundert fragt die Tagung „Wo ist das neue Narrativ?“ am 25. November.

 

Mit der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, dem Berliner Europa-Parlamentarier Joachim Zeller und Micheal Vollprecht aus der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin diskutieren wir über Perspektiven der Europäischen Union im 21. Jahrhundert. 
Die Begründer der Europäischen Einigung verzichteten in den Nachkriegsjahren mutig auf traditionell dem Nationalstaat vorbehaltene Rechte. Zugunsten der Gemeinschaft weitere Souveränität abzugeben, fällt den Mitgliedsländern heute schwer – und verhindert zugleich ein gemeinsames Auftreten der EU zum Beispiel in der Außenpolitik. Zudem mangelt es entscheidenden Europäischen Institutionen an parlamentarischer Legitimierung. Soll aber der Begriff der „europäischen Res publica“, wie ihn Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Europa-Rede gebraucht, wirklich mit Leben gefüllt werden, so braucht es die Bindung der Bürgerinnen und Bürger an die Union und mehr Mitsprache.
„Mit unserer Diskussion wollen wir auf den Beitrag Europas zu Frieden und Demokratie aufmerksam machen – und fragen, wie die in europäischen Institutionen die Selbstblockade produktiv aufgelöst werden kann“, sagt Jacqueline Boysen, als Studienleiterin für Politik und Zeitgeschichte an der Evangelischen Akademie zu Berlin Gastgeberin des Abends.  Wie kann die Bevölkerung der Mitgliedsstaaten stärker in politische Prozesse eingebunden werden, wie kann deren Distanz zu Gremien in Brüssel und Straßburg aufgehoben werden?
„Auch Europa lebt von einer funktionierenden Verständigung zwischen Politik und Bürgern“, betont Boysen. Im EKD-Themenjahr „Reformation und Politik“ sei daher auch darüber zu reden, wo es Ansätze für notwendige Veränderungen gibt. Die Debatte, hofft Boysen, „soll einen Beitrag leisten auf der Suche nach dem vielzitieren neuen Narrativ und nicht zuletzt dazu ermuntern, sich an den Wahlen zum Europäischen Parlament zu beteiligen“.
Die Tagung „Wo ist das neue Narrativ?“ beginnt um 18.30 Uhr im Haus der EKD in der Charlottenstraße 53/54 am Gendarmenmarkt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

 
 
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