Publikation Schwanenwerder-Gespräche

Publikation: Schwanenwerder Gespräche

Stadt und Land – welche Kirche brauchen wir morgen?

© EAzB

Bischof Markus Dröge im Gespräch mit Brandenburgs Wirtschaftsministerin Sabine Kunst und Akademiedirektor Rüdiger Sachau

Quo vadis, EKBO? Wie ist es um die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz bestellt, welche Perspektiven für künftige Entwicklungen zeichnen sich ab? Persönlichkeiten aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien haben diese Fragen diskutiert. Ihre Antworten sind in der Publikation „Schwanenwerder Gespräche“ zusammengefasst, die in Kürze erscheint. 

„Zukunftsvorstellungen lassen sich auf verschiedenen Wegen entwickeln“, betont Heinz-Joachim Lohmann, Studienleiter der Akademie und einer der Initiatoren der „Schwanenwerder Gespräche“. „Experten denken im stillen Kämmerlein nach, Koryphäen streiten auf Tagungen, Freundinnen treffen sich in trauter Runde. Das organisierte Gespräch im kleinen Kreis, bei dem sich eine überschaubare Anzahl von Menschen trifft, um ihre Kenntnisse und Erfahrungen gegenseitig darzustellen und miteinander abzuwägen, kann dabei sehr intensiv und fruchtbringend sein.“

Die „Schwanenwerder Gespräche“ sollen diese auf die Situation der EKBO bezogenen „Früchte“ möglichst vielen Interessierten zugänglich machen. Das erste dort abgebildete Gespräch, an dem beispielsweise der Leitende Geistliche der EKBO; Dr. Markus Dröge, und Professor Dr. Jan Hermelink vom Lehrstuhl für Praktische Theologie der Universität Göttingen teilgenommen haben, stellt den ländlichen Raum in den Mittelpunkt. Der überwiegende Teil der Kirchengemeinden und –kreise der EKBO in Brandenburg und Sachsen sind ländlich geprägt. „Beschreibungen stellen häufig Defizite und Schrumpfungsprozesse in den Mittelpunkt, positive Ansätze erscheinen nur punktuell“, so Studienleiter Lohmann. Solche Darstellungen deckten sich aber nicht mit dem Lebensgefühl, das die meisten der Bewohnerinnen und Bewohner des ländlichen Raums hätten. „Deshalb ist es notwendig, einmal über die Realitäten und Chancen von Dörfern und Kleinstädten zu sprechen.“

Im zweiten Gespräch unter Mitwirkung von u.a. Dr. Petra Bahr, der Kulturbeauftragten des Rates der EKD, und der Abgeordneten Petra Merkel (SPD) und Karl-Georg Wellmann (CDU) geht es im Besonderen um die Situation Berlins. Lohmann: „In großer Breite wird der Umgang der Kirche mit der Vielfalt Berlins reflektiert. Gelungenes wird beschrieben, aber Fragen mit offener Antwort gestellt und Fragwürdiges benannt. Einen großen Raum nimmt die Suche nach zeitgemäßer Spiritualität und Frömmigkeit ein.“

Zur Sprache kommen der Zusammenhalt von Kirche und Gesellschaft, das Verhältnis von Kirche und Mission, die Wandlungen des Begriffs der Volkskirche und vieles mehr. Lohmann stellt fest, dass sich deutlich zeigt, „dass in der Frage des Buchstabierens der gegenwärtigen Bedeutung des christlichen Glaubens Stadt und Land vor ähnlichen inhaltlichen Herausforderungen stehen, die ihre Antwort in der jeweiligen Situation finden müssen“.

„Stadt und Land - Welche Kirche brauchen wir morgen?: Schwanenwerder Gespräche“, herausgegeben vom Reformbüro der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz,100 Seiten, Wichern-Verlag 2014. ISBN-10: 3889813798, ISBN-13: 978-3889813794

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