Protestantische Ethik

Protestantische Ethik und moderner Sozialstaat

Diskussion über die Fernwirkungen der Reformation und die Zukunft des Sozialstaates

© Pavel Losevsky - Fotolia

Der moderne Sozialstaat muss sich verändern. Ausgehend von dieser Prämisse lädt die Evangelische Akademie am 4. und 5. April zu einer Diskussion über reformatorische Einflüsse, aktuelle Entwicklungen und künftige Herausforderungen im Blick auf die moderne Sozialstaatlichkeit ein. weiterlesen

Die Reformation hat die Herausbildung der Moderne in vielfacher Weise beschleunigt. Zu ihren Fernwirkungen gehört auch ihr Einfluss auf den Kapitalismus als Wirtschaftsform und auf die Anfänge moderner Sozialstaatlichkeit in Europa. Während üblicherweise enge Verbindungen zwischen der Genfer Reformation und moderner Wirtschaft betont werden, wird der Zusammenhang der Wittenberger Reformation mit der Entstehung der mittel- und nordeuropäischen Sozialstaatsidee weniger diskutiert. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die ersten Wohlfahrtsstaaten der Welt in konfessionell lutherisch geprägten Ländern entstanden sind, werden im Rahmen der Tagung reformatorische Wirkungen auf die Entstehung und Entwicklung des sozialstaatlichen Prinzips untersucht, und historische wie aktuelle Trends identifiziert. In einem zweiten Schritt wird die künftige Gestaltung des Staates unter den Gegebenheiten einer marktwirtschaftlichen Globalisierung in den Mittelpunkt gerückt.

„Der Sozialstaat in seiner heutigen Form ist mehr als eine Antwort auf Armut, er ist eine entscheidende Voraussetzung für eine demokratische zivile Gesellschaft“, sagt Studienleiter Dr. Michael Hartmann. Um diese Funktion auch in Zukunft erfüllen zu können, müsse er den heutigen und zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen und Bedürfnissen strukturell angepasst werden. Zu dem Kongress „Protestantische Ethik und moderner Sozialstaat. Fernwirkungen der Reformation“ mit Wissenschaftlern aus den USA, Großbritannien, Skandinavien und Deutschland lädt die Evangelische Akademie gemeinsam mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Universität Heidelberg ein. Die Veranstaltung ist ein Beitrag zur Vorbereitung des 500. Geburtstags der Reformation im Jahr 2017.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

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