Beschluss der EKBO-Synode

„Wir widersprechen Hass und Ressentiments“

Beschluss der EKBO-Synode

© Rolf Zöllner

„Der islamistische Terrorismus missbraucht den Namen Gottes.“ Mit diesem Satz beginnt eine Erklärung der Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Unter der Überschrift „In Frieden und guter Nachbarschaft miteinander leben“ hat die Synode auf ihrer Tagung vom 21. bis 24. Januar einen Beschluss gefasst, mit dem sie auf ausländer- und islamfeindliche Parolen auf Veranstaltungen der so genannten Pegida-Bewegung reagiert. Die Opfer des islamistischen Terrors, heißt es in der Erklärung weiter, seien weltweit zumeist Muslime. „Die große Mehrheit der Muslime distanziert sich hierzulande von islamistischer Gewalt. Ihnen zollen wir unseren Respekt und wollen sie unterstützen.“

„Die Mitglieder der Landessynode lassen keinen Zweifel daran, dass es in allen Religionen ein ambivalentes Verhältnis zur Gewalt gibt“, sagt Akademiedirektor Rüdiger Sachau, einer der Mitverfasser des Textes. Jede Religion müsse sich auch von innen heraus um ihre eigene Zivilisierung bemühen. Den Leitenden und Lehrenden käme dabei jeweils eine besondere Verantwortung zu.

Die Benennung von Schwierigkeiten im Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, so heißt es im Beschlusstext weiter, gehöre zur Diskussion über die Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik. „Wo jedoch Hass und Ressentiments in solche Debatten hineingetragen werden, werden wir als evangelische Kirche entschieden widersprechen.“

Im Blick auf die Diskussion um die Zulässigkeit von religionskritischen Karikaturen betonen die Synodalen, dass Kritik an Religionen in einer freien Gesellschaft möglich sein muss. Gleichwohl geben sie zu bedenken, dass verletzende Karikaturen „kaum Toleranz und Rücksichtnahme befördern, wenn sie diese selbst auf eklatante Weise vermissen lassen“. Nicht zuletzt verurteilen die Mitglieder der Synode jede Form von Antisemitismus. Den gesamten Beschluss lesen Sie hier.

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