Bericht NSU-Hearing

Neue Generation des Terrors

Nachbericht zum NSU-Hearing

© Paul-Georg Meister / pixelio.de

Die Täter von Hamburg und Rostock, von Mölln und Lübeck fühlten sich als Vollstrecker eines Volkswillens legitimiert. Dies sei ein Charakteristikum der Mordanschläge ebenso wie das Zögern der Strafverfolgungsbehörden, die politische Dimension dieser Gewalt anzuerkennen, betonte Studienleiter Dr. Christian Staffa. In seiner Einführung zur Veranstaltung "Norddeutschland, der NSU und rechter Terror" am 4. November forderte er, dass "das NSU-Desaster" nicht nur von parlamentarischen Untersuchungsausschüssen aufgearbeitet werden dürfe. "Wir brauchen eine kritische öffentliche Debatte, die das gesamte Gefahrenpotenzial des Rechtsextremismus in den Blick nimmt."

Ziel des gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Kirche und Rechtsextremismus durchgeführten Hearings sei es, an die Ermordeten zu erinnern und die Forderungen ihrer Angehörigen in der Öffentlichkeit zu verankern. Außerdem müsse darauf hingewiesen werden, wie viele offene Fragen im NSU-Komplex auch und gerade in Norddeutschland vorhanden seien. Nicht zuletzt sollte sich der Frage angenähert werden, welche militanten, rechtsterroristischen Netzwerke in Norddeutschland aktiv seien, auch "weil die Gefahr besteht, dass wir mit einer neuen Generation des Terrors von Rechts konfrontiert sind".

 

Den Einführungstext von Dr. Christian Staffa lesen Sie hier (PDF-Dokument, 211.3 KB).

Der Bericht zum Hearing von Annika Eckel ist hier (PDF-Dokument, 122.1 KB) hinterlegt.

Einen Kurzfilm, der im Rahmen des Hearings entstand, sehen Sie unten eingebettet oder auf NSU Watch.

Empfohlener externer Inhalt: YouTube-Video

Norddeutschland, der NSU und rechter Terror – Ein Kurzfilm

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