NetzTeufel Wo Hass im Netz herkommt

Wo Hass im Netz herkommt

Erste „NetzTeufel“-Analyse

© NetzTeufel / Timo Versemann

„Wir werden bedroht, die Endzeit naht!“ - so oder ähnlich lässt sich die Angst beschreiben, die sich durch die Argumentationsmuster von hateSpeech im Namen des christlichen Glaubens im Internet zieht. Die Entdeckung dieses sogenannten Masternarrativs ist ein Ergebnis der Social-Media-Analyse des Projekts „NetzTeufel“. „Dieses Bedrohungsszenario beschwört das Bild eines Kulturkampfes herauf und beinhaltet verschiedene Feindbildkonstruktionen, um menschenfeindliche Einstellungen herzuleiten und zu begründen“, sagt Timo Versemann, der Projektleiter von „NetzTeufel“.

Insgesamt fünf Hauptnarrative zu den Themenbereichen Islam, Homosexualität, Flucht, Gender und Demokratie, die die Kommunikation im Netz vergiften, haben Versemann und seine Kollegin Kristina Herbst ausgemacht. Ihre Analyse hat auch gezeigt, dass der Hass im Netz nicht immer offensichtlich formuliert wird, sondern häufig indirekt und unter dem Deckmantel scheinbar rationaler Argumentation auftritt. „Die toxischen Narrative offenbaren tief verankerte menschenfeindliche Einstellungen und diskriminierende Positionen im Namen des christlichen Glaubens“, sagt Versemann. „Sie müssen Anknüpfungspunkte sein für Kirche, Christinnen und Christen, dem Hass etwas entgegenzusetzen und im Netz eine digitale demokratische Kultur zu stärken.“

Die Analyse-Ergebnisse sind hier online zu finden.

Ein Interview mit Projektleiter Timo Versemann ist hier zu finden:

Deutschlandfunk Kultur - Religionen | Beitrag vom 27.05.2018 Evangelische Akademie im Kampf gegen Hassrede"Hope Speech muss mehr sein als Friede, Freude, Eierkuchen"
Timo Versemann im Gespräch mit Anne Françoise Weber

 

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