Sarah Albrecht verlässt die Akademie

Sarah Albrecht verlässt die Akademie

© EAzB / Karin Baumann

Sarah Albrecht, Studienleiterin Theologie und interreligiöser Dialog, wird die Akademie zum 15. Juli verlassen. Seit September 2019 war die Islam-, Religions- und Politikwissenschaftlerin am Gendarmenmarkt tätig. Schwerpunkte ihrer Arbeit lagen auf dem interreligiösen Austausch und dem Dialog zwischen Christ*innen und Muslim*innen im Besonderen.

Akademiedirektorin Friederike Krippner würdigt Sarah Albrechts Engagement bei der Neuaufstellung des Themenfelds interreligiöser Dialog an der Akademie. „Sie hat viele trialogische und weitere interreligiöse Formate gemeinsam mit jüdischen, muslimischen und anderen Kooperationspartner*innen entwickelt und sich leidenschaftlich und mit kritischem Blick in den christlich-muslimischen Dialog eingebracht. Dafür sind wir sehr dankbar.“

In rund drei Jahren hat Sarah Albrecht vielfältige digitale und analoge Veranstaltungen durchgeführt. Mit der Reihe „Rassismus und Religion“ etablierte sie gemeinsam mit Studienleiterin Hannah Schilling ein Forum für rassismuskritischen interreligiösen Dialog. Feministische und frauenpolitische Fragen aus interreligiösen Perspektiven kamen insbesondere mit dem von ihr verantworteten Format „Frauen reden zu Tisch“ zur Sprache. Nicht zuletzt ermöglichte Albrecht mit dem Konzertprojekt „Lebensmelodien“ auch künstlerische Zugänge zum Austausch zwischen den Religionen. Organisiert wird dieses Projekt von dem muslimisch-jüdisch-christlichen Netzwerk Grenzgänge, das die Islamwissenschaftlerin mit aufgebaut hat.

Persönlich habe ihr die Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus – auch innerhalb der Kirche – am Herzen gelegen, sagt die scheidende Studienleiterin. Die entsprechende Debatte stehe noch am Anfang – „da können wir Christ*innen noch viel lernen, um kritischer mit unserem Blick auf Muslim*innen, mit kirchlichen Strukturen und mit unserer Missionsgeschichte umzugehen.“

Im christlich-muslimischen Dialog engagierte sich Sarah Albrecht auch auf Ebene der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Geschäftsführenden Ausschuss der „Konferenz Kirche und Islam“. Sie bleibt Mitglied im interreligiösen Beirat der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). „Die Herausforderungen des Zusammenlebens in unserer religiös-weltanschaulich vielfältigen Gesellschaft müssen auch zukünftig hohe Priorität in der Kirche haben“, betont die Islamwissenschaftlerin.

Sie verlasse die Akademie auch mit Wehmut, sagt Sarah Albrecht, die künftig für die Bundeszentrale für politische Bildung tätig sein wird. „Ganz sicher werde ich auch in Zukunft an den spannenden Veranstaltungen meiner Kolleg*innen an der Akademie teilnehmen.“

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