„Sing um dein Leben, Grieche“
Lebensmelodien-Konzert zum 9. November
Mit dem Konzert am 9. November 2025 haben die Lebensmelodien musikalisch eine neue Richtung eingeschlagen, denn erstmals ertönten Klänge und Melodien aus dem Süden Europas: Werke, die von spanischen, italienischen und griechischen Jüdinnen und Juden während der Shoah gesungen wurden.
Die unterschiedlichen Funktionen und Auswirkungen dieser Musikstücke wurden in den begleitenden Lesungen biographischer Berichte nachvollziehbar. Dabei wurde deutlich: Die fremdsprachlichen Texte machten es möglich, die musikalischen Werke zur Übermittlung von Informationen und Emotionen zu nutzen, ohne die Aufmerksamkeit der Nationalsozialisten zu erregen. Bisweilen wurde die Musik sogar zur Rettung. Zum Beispiel für einen Juden aus Korfu, dessen wunderschöner Gesang ihm und anderen mehrfach das Leben rettete.
Es spielten Nur Ben Shalom (Klarinette und künstlerische Leitung), Michael Cohen-Weissert (Klavier und Musikbearbeitung), Luke Hsu (Violine), Francesca Zappa (Viola), Mischa Meyer (Cello) und Peter Riegelbauer (Kontrabass). Die biographischen Berichte wurden verlesen von Schauspieler und Synchronsprecher Gunter Schoß.
Die Konzertreihe Lebensmelodien wird veranstaltet vom interreligiösen Netzwerk Grenzgänge. Ihm gehören neben der Evangelischen Akademie zu Berlin auch die Alhambra-Gesellschaft e.V., das Berliner Missionswerk, der Evangelische Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und die Apostel-Paulus-Kirchengemeinde Berlin-Schöneberg an. Dieses Konzert wurde in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg organisiert.
Erschienen am 11.01.2026
Aktualisiert am 04.05.2026
