Wird die CDU in 50 Jahren

Wird die CDU in 50 Jahren nur noch „Demokratische Union“ heißen?

Interview mit Paul Nolte in Christ & Welt

© Andreas Schoelzel

Das mutmaßt Paul Nolte, Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin, in einem Interview der aktuellen Ausgabe von „Christ und Welt“. Das Christliche in der CDU habe „mehr mit Tradition als mit alltäglicher Politik zu tun“, meint Nolte.

 

Zwar sei dem derzeitigen Führungspersonal der Unionsparteien das Christliche noch wichtig. „Es gibt sehr viele kirchlich engagierte Unions-Spitzenpolitiker“, so Nolte, der Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin lehrt. „Die müssen allerdings einen Spagat vollbringen, weil das religiöse Profil für die bürgerliche Wählerschaft keine so große Rolle mehr spielt.“ Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) ist nach Noltes Einschätzung eine Partei, „die um enttäuschte CDU-Wähler kämpft“; eine werteorientierte oder dezidiert christliche Partei sei die AfD dagegen nicht.

Der Historiker betont, dass Religion im öffentlichen Raum sichtbar bleiben müsse. Die vor einigen Jahren geführte Debatte darum, ob Stewardessen im Dienst ein Kreuz oder ein Kopftuch tragen dürften, nennt er „absurd“.

Im Blick auf die derzeitige gesellschaftliche Auseinandersetzung um die Gleichstellung von Homosexuellen erinnert der Akademiepräsident „an Diskussionen, die vor 100 Jahren über Rassenfragen geführt wurden. Damals hat man gefragt, ob Weiße und Schwarze sexuelle Beziehungen haben und heiraten dürfen, jetzt stellt man dieselbe Frage für Homosexuelle.“

Das Interview in der aktuellen Ausgabe von „Christ und Welt“ finden Sie hier.

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