Lausitz-Kirchentag am 4. Juli

Ideen für die Lausitz

Lausitz-Kirchentag am 4. Juli

© fotolia - LianeM

Fröhliche Gesänge, gemeinsame Gebete und konstruktive Gespräche – das alles bietet ein Kirchentag, und das alles hat die Lausitz besonders nötig. Aus diesem Grund wird es am 4. Juli 2015 einen Kirchentag in Cottbus geben, der die vom Braunkohletagebau geprägte Region in den Mittelpunkt stellt. Der Lausitz-Kirchentag, dessen Organisation die Akademie maßgeblich mitträgt, soll Hoffnung stiften und Ideen für gute Zukunftsszenarien in der Region.

Seit deutlich ist, dass Abbau und Verstromung von Braunkohle keine Zukunft haben, ist die Ungewissheit über die wirtschaftliche und soziale Zukunft der Lausitz groß. Die Sorge der Menschen um Arbeits- und Ausbildungsplatz ist präsent, gut 15.000 Jobs hängen an der Braunkohle. Anderen geht der Ausstieg aus der Kohle wiederum nicht schnell genug. Wie kann der notwendige Strukturwandel in der Lausitz verantwortungsvoll gelingen? „Die Ankündigung des Energieunternehmens Vattenfall, sich von der Braunkohlesparte zu trennen, lässt diese Frage noch drängender werden“, sagt Studienleiter Dr. Michael Hartmann, der eins von insgesamt sechs Themenforen des Kirchentags leitet. Die Kirche wolle die jeweiligen Akteure an einen Tisch bringen. „Mit Phantasie und spiritueller Kraft hoffen wir, die sich vertiefenden Gräben zu überwinden und das gemeinsame Ziel: das Nachdenken über den notwendigen Strukturwandel in der Lausitz voranzubringen“.

„Ideen für die Braunkohleregion“ heißt das von Hartmann organisierte Forum, bei dem der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge, Albrecht Gerber, Brandenburgischer Minister für Wirtschaft und Energie, der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Christian von Hirschhausen, die brandenburgische Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky und der Vattenfall-Betriebsrat Rüdiger Siebers unter der Moderation von: Dr. Claudia Nothelle, Programmdirektorin des rbb, diskutieren.

Das zweite Themenforum mit der Überschrift „Ideen für die Dörfer und Städte“ wird von Studienleiter Heinz-Joachim Lohmann geleitet. In weiteren Diskussionsrunden werden die Zukunft der Kirchengemeinden, das Zusammenleben mit Flüchtlingen und die Nachbarschaft von Deutschen und Polen beleuchtet; das sechste Forum schließlich lädt zu einer fiktiven Busreise durch die Lausitz im Jahr 2035 ein.

Wie bei jedem Kirchentag stehen auch in Cottbus außerdem ein großer Eröffnungsgottesdienst, zahlreiche Konzerte, Workshops sowie Angebote für Jugendliche und Familien auf dem Programm. Zur Teilnahme sind Sie herzlich eingeladen. Weitere Informationen finden Sie unter www.lausitz-kirchentag.de.

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