Klaus Holz zum Antisemitismus

"Antisemitismus ist ein Problem der Mitte"

EAD-Generalsekretär Klaus Holz

© EAD

Flüchtlinge und Migranten sind nicht verantwortlich für den Antisemitismus in Deutschland, sagt der Soziologe und Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD), Klaus Holz. Diese Gruppen für den hiesigen Antisemitismus verantwortlich zu machen, „ist falsch und soll nur davon ablenken, dass Antisemitismus ein Problem in der Mitte der Gesellschaft ist“, so Holz im Interview mit tagesschau.de.

Etwa 20 Prozent der Deutschen seien antisemitisch eingestellt. Die hohe Zahl von Flüchtlingen und Migranten hält Klaus Holz „nicht für eine spezifische Herausforderung, sondern genau für einen Teil der Daueraufgabe, die alle Bevölkerungsteile einschließt“. Diese Daueraufgabe besteht dem Soziologen zufolge darin, eine breite Prävention mindestens weiter zu führen und vor allem im Bereich der außerschulischen Bildung auch auszubauen. Hier sei die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung einzubeziehen. Wirksam sei Prävention indes nur dann, „wenn sie sich grundsätzlich gegen Vorurteile insgesamt richtet: gegen Fremde, gegen Juden und Jüdinnen, gegen Schwule und Lesben“.

Im Blick auf das Erstarken der AfD erkennt der EAD-Generalsekretär die Gefahr, dass „rechte Programmatik von anderen Parteien übernommen“ werde, „in der trügerischen Hoffnung, den Rechten so das Wasser abzugraben“. Der Versuch, der AfD das Flüchtlingsthema wegzunehmen, führe dazu, dass Politik gegen Flüchtlinge gemacht werde. Damit werde Prävention torpediert, denn: „Politik gegen Flüchtlinge ist nie und nimmer Politik gegen Vorurteile“.

Das gesamte Interview lesen Sie hier.

 

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