Nachlese Bedrohte Bestattungskultur Herausforderung für Friedhöfe

Herausforderungen für Friedhöfe

Nachlese zur Tagung „Bedrohte Bestattungskultur“

© Pixabay

Immer mehr Menschen lassen sich anonym bestatten. Diese Entwicklung geht nach Ansicht des Pfarrers Jürgen Quandt auf einen gesellschaftlichen Wandel zurück: Einer der Hauptgründe sei der Umstand, dass viele ältere Menschen keinerlei tragfähige Familienstrukturen hätten. Quandt hatte in seiner Funktion als Geschäftsführer Evangelischer Friedhofsverband Berlin-Stadtmitte an der Tagung „Bedrohte Bestattungskultur“ unter Leitung von Studienleiter Heinz-Joachim Lohmann teilgenommen, in der am 25. Februar Herausforderungen für Friedhöfe und Schwerpunkte der aktuellen Friedhofsgestaltung diskutiert wurden.

„Viele alte Menschen leben nicht mehr in einem Familienzusammenhang, und deswegen möchten sie, dass nach ihrem Tod niemand mehr einen Aufwand mit ihnen hat“, sagte Jürgen Quandt im Rahmen eines Gesprächs über die Lockerung der Friedhofspflicht im Kulturradio des RBB. Im Blick auf die Kosten einer regulären Bestattung äußerte Quandt Verständnis dafür, dass diese aus Sicht der betroffenen Angehörigen als sehr hoch empfunden würden. Aber die Gebühren für eine Bestattung würden genau ermittelt nach dem Aufwand, der damit verbunden sei. „Diese Gebühren decken nicht einmal den tatsächlichen Kostenaufwand“. Daher gebe es gerade in Berlin viele Friedhöfe, die nicht kostendeckend arbeiten könnten. Die so genannte Discount-Bestattung sei keine Lösung dieser Problematik.

Den gesamten Radiobeitrag zum Thema können Sie hier nachhören.

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