Oikosnet Europe neu gegründet

„Oikosnet Europe“ neu gegründet

Akademien und Bildungszentren aus Europa in ökumenischem Netzwerk verbunden

© Dr. Günter Renz

Teilnehmende der Oikosnet Jahreskonferenz 2016 in Prag toasten auf die Neugründung des Vereins nach schwedischem Recht

Am 10. September 2016 wurde in Prag das europäische Netzwerk der Akademien vom deutschen ins schwedische Vereinsrecht überführt und damit neu gegründet. Die Evangelische Akademie zu Berlin gehört zu den Mitgliedern der ersten Stunde.

„Oikosnet Europe“ hat seinen rechtlichen und organisatorischen Sitz nun in Sigtuna/Schweden. Präsident ist Jaap van der Saar vom niederländischen Zentrum Oikos. Seine Stellvertreterin ist Marielisa von Thadden von der Evangelischen Akademie Bad Boll/Deutschland. Sekretär des Netzwerkes ist Rüdiger Noll vom Dachverband der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) mit Dienstsitz in Berlin, Schatzmeisterin ist Nikola Murray vom nordirischen Friedenszentrum Corrymeela. Die weiteren Vorstandsmitglieder kommen aus Griechenland, Österreich, der Schweiz und Frankreich.

„Oikosnet Europe ideell föreing“ („ideller Verein“), so die korrekte schwedische Bezeichnung, hat am Gründungstag 17 Mitglieder aus vielen europäischen Ländern, unter anderem aus Polen, Russland, Italien, Finnland, Tschechien, der Slowakei, der Schweiz und Norwegen. Der Beitritt weiterer Akademien und Zentren wird erwartet.

Oikosnet ist eine ökumenische Vereinigung. Darum sind nicht nur fast alle der 17 Evangelischen Akademien Deutschlands Mitglieder, sondern auch orthodoxe Einrichtungen aus Griechenland, Russland, Polen und der Slowakei. Norwegen wiederum ist über einen Dachverband vertreten, der sowohl lutherische, als auch zahlreiche katholische Akademien umfasst. Dieser Verband hat mehr als 70 Mitglieder, die wächst seit Jahren kontinuierlich um zwei bis drei neue Zentren. Während in Norwegen die Kirche für den organisatorischen Rahmen und für finanzielle Mittel sorgt, sind die Akademien und Zentren in anderen Ländern auf Spenden, Projektmittel, Teilnehmendenbeiträge und großes persönliches Engagement angewiesen. Die Mitarbeiter im italienischen Zentrum „Agape“ in der Nähe von Turin verzichten weitgehend auf eine Bezahlung, und im tschechischen Vilémov/Javornik bemüht sich die Akademieleitung gegenwärtig um eine Basisausstattung. Das St. Andrews Biblical Theological Institute in Moskau muss sich mit staatlichen Repressalien auseinandersetzen.

So unterschiedlich die Zentren und Akademien sind - sie alle verbindet die Überzeugung, dass wir als Christinnen und Christen unsere Verantwortung für die Gesellschaft und das friedliche Zusammenleben der Menschen bewusst gestalten müssen und dass Gespräche, Begegnungen und Bildungsangebote dazu wesentlich beitragen.

 

nach oben

Unsere Webseiten verwenden Cookies zur Verbesserung der Bedienung und des Angebots sowie zur Auswertung von Webseitenbesuchen. Einzelheiten über die von uns eingesetzten Cookies und die Möglichkeit diese abzulehnen, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.