Predigt von Arnd Henze beim Sommerfest

„Geht hinaus in die Welt“

Predigt von Arnd Henze beim Sommerfest

© EAzB

Die Konflikte und Nöte der Welt hob der Journalist Arnd Henze in seiner Predigt zum Sommerfest der Akademie am 28. August hervor. Unter der Überschrift des Verses „Geht hinaus in die Welt!“ verwies Henze auf die „Seelen der Menschen in Syrien, in Süd-Sudan, im Jemen, in Nigeria und all den anderen Länder, in denen es kaum noch ein Entrinnen vor unvorstellbarer Gewalt gibt.“ Er erinnerte an die weltweit rund 60 Millionen Flüchtlinge, von denen nur ein kleiner Teil Zuflucht auf dem reichsten Kontinent der Erde gefunden habe. Gleichzeitig würdigte Henze die vielen Menschen, „die sich oft bis an die Grenze der Erschöpfung um eine menschenwürdige Aufnahme der Flüchtlinge in Deutschland kümmern – und die immer häufiger als Gutmenschen belächelt, wenn nicht sogar angefeindet werden“.

Am Beispiel der Bestrebungen einer Berliner Gemeinde, ihren Kirchturm prunkvoll zu erhalten, betonte der Journalist, dass die biblische Aufforderung: „Geht hinaus in die Welt“ vor allem der Ruf sei, aufzubrechen und Vertrautes und Gewissheiten loszulassen, die sich mit dem Kirchturm als steinernem Symbol verbänden. „Ohne dieses Loslassen werden wir als Kirche der Welt immer fremder werden“, ist sich Henze sicher. Nicht die Wiederherstellung alter Kirchen in den Zustand früherer Jahrhunderte ist für den Journalisten wichtig, sondern der Bau und Erhalt von Kirchen, die ihren Platz in der Welt neu erkannt haben. Er machte deutlich, dass im Mittelpunkt der Gemeinde nicht das Kirchengebäude, sondern die Bedürfnisse der Menschen stehen sollten.

Die Welt könne von Christen erwarten, „in aller Bescheidenheit“ mit anzupacken, „und unsere Herzen und unseren Verstand, unsere Ressourcen und Räume“ anzubieten. Vor allem aber, betonte Arnd Henze, „können wir der Welt etwas von der Hoffnung geben, der wir als Christen vertrauen – der Hoffnung, dass Leiden und Tod, Krieg und Ungerechtigkeit nicht das letzte Wort behalten werden“.

Die Predigt lesen Sie hier (PDF-Dokument, 134 KB).

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