Konsens und Konflikt Nachlese

Konsens und Konflikt

Nachlese

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„Mit denen, die die demokratische Kultur im Kern angreifen, ist nicht zu reden, ihnen ist entgegenzutreten“. In seinem Statement auf der Veranstaltung „Konsens und Konflikt“ am 21. August unterstrich Bischof Dr. Markus Dröge die Abgrenzung der Evangelischen Kirche gegenüber demokratie- und menschenfeindlichen Positionen, die sich in gesellschaftspolitischen Debatten derzeit vermehrt Gehör verschaffen. Der Umgang mit Populismus war eins der zentralen Themen, vor deren Hintergrund die EKD ein Positionspapier zu den aktuellen Herausforderungen der Demokratie in Deutschland vorgelegt hatte.

Das destruktive Potenzial rechtspopulistischer Positionierungen werde in dem Impulspapier erkannt, lobte Dröge. Gleichzeitig würden die sich neu profilierenden Positionen nicht ausschließlich negativ bewertet. Denn das Aufkommen solcher Positionen könne auch zur Stärkung einer lebendigen demokratischen Kultur beitragen. Es müssten sich noch „die Geister scheiden“: Demokratiefeindliche Mentalitäten seien zu unterscheiden von demokratieförderlichen Einbringungen, die der sachlichen Auseinandersetzung bedürften.

„Die Anfragen an unser Modell werden nicht nur in der Ferne gestellt“, sagte Akademiedirektor Dr. Rüdiger Sachau in seiner Hinführung zum Thema mit Blick auf das Erstarken populistischer Bewegungen in Deutschland. Das von der Kammer für Öffentliche Verantwortung der EKD vorgelegte Impulspapier frage entsprechend nach dem Beitrag, den die Kirchen selbst für ein demokratisches Zusammenleben leisten können. „Wir als Christinnen und Christen, als Kirche sind nicht nur Teil der Welt, sondern selber ganz und gar Welt und nicht ihr besseres Gegenüber“.

Evangelische Christen müssten bereit sein, auch andere Grundpositionen im Diskurs zu hören, darüber waren sich die Diskutanten des Kammertextes einig. Bischof Dröge betonte in diesem Zusammenhang, die Kirche müsse sich stärker auf „konfliktuöse Debatten“ einstellen. „Christenpflicht ist es, sich streitbar auch und gerade mit Positionen auseinanderzusetzen, die der eigenen theologischen und ethischen Auffassung widersprechen.“

Das Postitionspapier „Konsens und Konflikt: Politik braucht Auseinandersetzung“ steht als Download unter www.ekd.de/publikationen bereit. Den Beitrag von Dr. Rüdiger Sachau lesen Sie hier (PDF-Dokument, 211.1 KB), das Schlusswort von Bischof Markus Dröge finden Sie hier (PDF-Dokument, 190.7 KB).

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