Friedenstheologisches Lesebuch erschienen

Friedenstheologisches Lesebuch erschienen

© Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Für die soziale digitale Infrastruktur braucht es eine demokratische Gestaltung, mein Timo Versemann. In dem neuen friedenstheologischen Lesebuch der EKD schreibt der Leiter des Projektes „NetzTeufel“ über „Frieden auf Social Media“. Auch Studienleiter Uwe Trittmann hat einen Beitrag in dem Lesebuch verfasst.

Timo Versemann legt dar, warum die Arbeit des Akademieprojekts „NetzTeufel“, die dem Hass im Internet „hopeSpeech“ entgegensetzen will, als Beitrag für den Cyberpeace wichtig ist. Er macht deutlich, was es für die Suche nach alternativen digitalen Formen braucht, die dem auf Hoffnung basierenden christlichen Glauben Ausdruck verleihen – und worauf sich dabei zurückgreifen lässt: „Das große Potenzial für eine Friedensbewegung im Netz liegt darin, dass alle Reaktions-möglichkeiten auf hateSpeech digital überführte Formate klassischer Konfliktbewältigungsstrategien sind."

Studienleiter Uwe Trittmann weist in seinem Beitrag „Frieden fördern durch Diskurs“ auf die besondere Aufgabe der Evangelischen Akademien hin. Sie etablierten und pflegten „Diskurse auf dem Weg des Friedens in der Absicht, gerechte und nachhaltige Friedensprozesse zu fördern“. Multiperspektivisch und in der gebotenen interdisziplinären Fachlichkeit handelnd blieben die Akademien dabei kritisch, „indem sie hinterfragen, was im Bereich von Friedens- und Sicherheitspolitik die Wahrnehmung von »Verantwortung« bedeutet und welche »Interessen« gemeint sind, wenn von der Wahrung der je eigenen Interessen die Rede ist“. Die Akademie seien Anwältinnen der zivilen Dimension des friedensstiftenden Handelns.

Das friedenstheologische Lesebuch „Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens“ bündelt die theologischen und ethischen Grundlagen zum Begriff der Gewaltfreiheit, wirft Schlaglichter auf die derzeitigen Herausforderungen für den Frieden sowie die aktuellen Debatten und bietet Einblicke in die praktische Friedensarbeit in Deutschland und weltweit. Es ist Grundlage für die Beratungen der Synode der EKD im November 2019 in Dresden, auf der die aktuellen friedenstheologischen Herausforderungen diskutiert werden sollen.

Das Lesebuch finden Sie hier. (PDF-Dokument)

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