Ökumenische Plakat Kampagne gegen Antisemitismus

„Zentrale Bedeutung des Judentums verdeutlichen“

Ökumenische Plakat-Kampagne gegen Antisemitismus

EDD Plakatkampagne

© EKD

„Ein Nach- und Weiterdenk-Angebot“ nennt Studienleiter Christian Staffa die geplante Plakat-Kampagne der evangelischen und katholischen Kirche gegen Antisemitismus. „#beziehungsweise: jüdisch-christlich - näher als Du denkst“ heißt die Aktion, die im Januar 2021 starten soll.

„Ziel ist es, einen Impuls zur Förderung des jüdisch-christlichen Miteinanders auf Gemeindeebene zu schaffen, Vorurteile abzubauen und so dem zunehmenden Antisemitismus entgegen zu wirken“, kommentiert Staffa, der auch Antisemitismusbeauftragter der EKD ist, die neue, von ihm mit entwickelte Kampagne. Die Kampagne wendet sich insbesondere an die Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Kernanliegen ist es, die Gemeinsamkeiten zwischen Juden und Christen in den Festen und im religiösen Leben aufzuzeigen, um gegen den zunehmenden Antisemitismus, der auch christliche Wurzeln hat, Stellung zu beziehen. Dabei sei es zentral, dass Differenzen nicht eingeebnet, sondern anerkannt würden, betonte Staffa. „#beziehungsweise: jüdisch-christlich - näher als Du denkst“ verdanke sich neben den Erfahrungen des jüdisch-christlichen Dialogs in den Landeskirchen auch der Erkenntnis, dass sich Erträge dieses Dialogs zwar sehr wohl in Beschlüssen und Verfassungen der einzelnen Landeskirchen und der EKD niederschlügen, nicht so sehr aber in den Einstellungen von Gemeindegliedern. „Deshalb soll mit der Plakat-Kampagne die zentrale Bedeutung des Verhältnisses zum Judentum in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für christlichen Glauben und kirchliche Praxis gemacht werden“.

Die Aktion startet im Januar 2021 bundesweit und ökumenisch. Kernstück werden Plakate für jeden Monat sein, die anhand von Festen und Traditionen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede der beiden Religionen benennen und die in den Gemeinden aufgehängt werden können. Ein QR-Code auf den Plakaten führt zu einer Website, auf der die Themen aufgearbeitet werden.

Zur EKD-Pressemitteilung

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