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Geht der Bürgergesellschaft die Zeit aus?

 
 

Tagung

Geht der Bürgergesellschaft die Zeit aus?

Engagement und Zeitwohlstand

Tagungsnummer
2005TG29
02. - 03. September 2005
13:30 - 16:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Dr. Michael Hartmann

 

Organisation

Belinda Elter

 
(030) 203 55 - 409

Zeit ist in modernen Gesellschaften ein knappes Gut. Stress, Hektik und Beschleunigung sind Schlagwörter, die wichtige Merkmale des gesellschaftlichen und auch des individuellen Lebens charakterisieren. Die zeitlichen Anforderungen, die sich aus verschiedenen Lebensbereichen stellen, sind dabei hoch: Zeit für den Beruf – längere Wochenarbeitszeiten sind wieder ganz aktuell –, Zeit für die Familie, Zeit für Hobbys, für soziales Engagement, für Informationsgewinnung ganz unterschiedlicher Art, für die Organisation des komplexer werdenden Alltags. Neben dem Arbeitsmarkt und neben der Privatsphäre gibt es eine gesellschaftliche Erwartung an die Menschen, dass sie ihre Zeit auch für Engagement für andere nutzen, sei es als Nachbarschaftshilfe, als Ehrenamt oder in anderen Formen.


Die Abstimmung dieser Zeiten ist ein immer schwieriger werdendes Unterfangen, das nicht allein durch individuelles Zeitmanagement geleistet werden kann.

Andererseits gibt es den Gegenpol zu Eile und Hektik. Langeweile oder das Gefühl, Zeit nicht sinnvoll für sich oder andere nutzen zu können, bestimmt gleichfalls das Lebensgefühl vieler Menschen.


Notwendig ist daher eine Analyse der zeitlichen Anforderungen und Zeitverwendungen in der Gesellschaft: In welchen Bereichen gibt es welche Überforderungen und Zeitknappheit, wo gibt es Unterforderungen und ungewollten oder intendierten Zeitwohlstand? Der erste Teil der Tagung wird sich mit dieser Analyse beschäftigen.


Geht man davon aus, dass nicht von einer optimalen Zeitgestaltung in der heutigen Gesellschaft gesprochen werden kann, so ist nach Möglichkeiten zu fragen, die Situation zu verbessern. Es geht folglich gezielt um Möglichkeiten der politischen Gestaltung, mit anderen Worten um Zeit-Verbraucherpolitik. Im zweiten Teil der Tagung werden Perspektiven auf individueller Ebene als Perspektiven von „Zeitverbrauchern“ vorgestellt und in der Diskussion mit Expertinnen und Experten weiterentwickelt.


Zusätzlich gibt es in diesem Teil der Tagung Beiträge dazu, wie eine solche Berichterstattung praktisch und methodisch durchgeführt werden könnte und zu der Frage, wie sich ein Zeitbeirat als Institution in die politische Landschaft einfügen kann.


Wir laden Sie ein, am 2. und 3. September diese Themen mit uns auf Schwanenwerder zu diskutieren.


Dr. Michael Hartmann, Evangelische Akademie zu Berlin


Dr. Jürgen P. Rinderspacher, Sozialwissenschaftliches Institut der EKD

Programm:

Freitag, 2. September 2005


13.30 Uhr Anmeldung


14.00 Uhr Kaffeeempfang


14.30 Uhr Begrüßung, Einführung

Dr. Michael Hartmann, Evangelische Akademie zu Berlin


14.45 Uhr Die BürgerInnen zwischen Über- und Unterforderung

Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Ruhr-Universität Bochum

Moderation: Dr. Michael Hartmann


15.45 Uhr Diskussion


16.15 Uhr Kaffeepause


16.45 Uhr Die BürgerInnen zwischen Über- und Unterforderung

Dr. Jürgen P. Rinderspacher, Sozialwissenschaftliches Institut (SI) der EKD, Hannover

Moderation: Dr. Michael Hartmann


17.30 Uhr Dimensionen zeitlicher Überforderung

Prof. Dr. Eckart Hildebrandt, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Moderation: Dr. Michael Hartmann

Anschl. Diskussion


18.45 Uhr Abendessen


20.00 Uhr Fallbeispiele Bürgergesellschaftliche Vereine:

Bericht über Engagementformen – Präferenzen und Restriktionen

Bettina Pietzker, Sprecherin des Fördervereins der Schule am Königsgraben in Berlin Lankwitz

Moderation: Dr. Jürgen P. Rinderspacher

anschl. Gespräche im Clubraum


Ende gegen 22.00 Uhr


Samstag, 3. September 2005


9.00 Uhr Morgenandacht


9.30 Uhr Einbindung in die Gesellschaft: Arbeit, Vergnügen oder Stress?

Jun.-Prof. Dr. Nicole Burzan, Institut für Soziologie, Fernuniversität Hagen

Moderation: Dr. Jürgen P. Rinderspacher


10.30 Uhr Kaffeepause


11.00 Uhr Das Individuum als Zeit(ver)braucher

Prof. Dr. Gerhard Scherhorn, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Moderation: Dr. Jürgen P. Rinderspacher


12.00 Uhr Wege zur Berichterstattung über die zeitliche Lage der Nation

(Konzept, methodische Umsetzung und Datenbasis)

Dipl.-Soz. Nadine M. Schöneck, Fernuniversität Hagen

Moderation: Dr. Michael Hartmann


13.00 Uhr Mittagessen


14.30 Uhr Zeitverbraucherpolitik: Der Zeitbeirat

Herleitung, Konzept, Verortung

Dr. Jürgen P. Rinderspacher, Sozialwissenschaftliches Institut (SI) der EKD, Hannover

Moderation: Jun.-Prof. Dr. Nicole Burzan


14.45 Uhr Resümee und Kommentar:

Ein Zeitbeirat als Institution in der politischen Landschaft

Dr. Michael Hartmann, Evangelische Akademie zu Berlin

Moderation: Jun.-Prof. Dr. Nicole Burzan


Ende der Tagung ca. 16.30 Uhr


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