03. Berliner Forum f. Ethik in Wirtschaft u. Politik - Gerecht sein

Tagung

03. Berliner Forum f. Ethik in Wirtschaft u. Politik - Gerecht sein

Fairness als Führungsaufgabe

Tagungsnr.
2005TG01
Von: 20.01.2005 17:00
Bis: 21.01.2005 20:00
Kath. Akademie in Berlin

Inhalt

Wer möchte nicht gerne gerecht behandelt werden - und noch mehr: Wer möchte nicht gerne zu den Gerechten gezählt werden? Das Gerechtigkeitsgefühl ist eine Leitschnur, doch allgegenwärtig ist daneben die Neigung, eigene Interessen und Ansprüche als gerechtfertigt anzusehen, ohne sie mit anderen ins Verhältnis zu setzen. Derjenige, der über solche Ansprüche zu entscheiden hat, ist leicht Anfeindungen und Wut ausgesetzt.


Bekanntlich regnet es über Gerechte und Ungerechte, und der persönliche Nutzen der Fairness steht manches Mal in Frage. Wo mit harten Bandagen gekämpft wird, ob in Politik, Wirtschaft oder Medien, bleibt oft ein ungutes Gefühl zurück. Ging es um ein legitimes Interesse an Selbstbehauptung, um die notwendige Härte einer Entscheidung, die nun mal unvermeidlich war? Oder wurden andere „untergebuttert“, wo es alternative Lösungen gegeben hätte? Anderen gerecht zu werden unter hohem Konkurrenzdruck, in Zeitnot, in mitunter unübersichtlichen Entscheidungssituationen, ist eine schwierige Aufgabe. Leichter scheint es, sich auf formale Positionen und Hierarchie zurückzuziehen. Dabei zeigt sich doch, dass gegenseitiges Vertrauen als Element der Corporate Identity kein Luxus, sondern Voraussetzung eines produktiven Zusammenwirkens ist.


Fairness ist mehr als formale Regelbefolgung. Sie ist eine Haltung, die die Leistungen anderer anerkennt und zuerkennt und deren Handlungskontexte berücksichtigt. Menschen und Situationen gut einschätzen zu können, so dass ein jeder das Seine bekommt – dies ist eine Kompetenz, die geübt sein will. Dafür Maßstäbe zu gewinnen, ohne der Anmaßung zu verfallen, ist das Ziel der Tagung. Was heißt es für ein Unternehmen oder eine Organisation, auf Gerechtigkeit im Umgang miteinander zu vertrauen? Wie kann Vertrauen geschaffen werden, dass es gerecht zugeht, und welche Verhaltensweisen müssen dazu verbindlich gemacht werden?


Das Berliner Forum für Ethik in Wirtschaft und Politik will diese Herausforderung im Kreis von Führungsnachwuchskräften aus Wirtschaft, Politik und Medien diskutieren und lädt dazu herzlich ein!


Dr. Michael Hartmann

Evangelische Akademie zu Berlin


Dr. Susanna Schmidt

Katholische Akademie in Berlin


Professor Dr. Josef Wieland

Konstanz Institut für WerteManagement (KIeM)


Programm

Donnerstag, den 20. Januar 2005


10.30 Uhr Anmeldung und Stehkaffee


11.00 Uhr Gerechtigkeit und Fairness – Prinzipien der Unternehmensführung?

Dr. Wilhelm Bender

Vorstandsvorsitzender der Fraport AG

Frankfurt Airport Services Worldwide, Frankfurt a.M.


12.30 Uhr Mittagessen


13.30 Uhr Vorstellung der Coaching-Gruppen


14.00 Uhr Coaching-Gruppen mit


Ute Wüest von Vellberg

DaimlerChrysler AG, Berlin


Hans Will

Managementtraining – Organisationsberatung – Personalentwicklung, Attenkirchen


Dr. Hans-Peter Meister

Geschäftsführer IFOK GmbH – Institut für Organisationskommunikation, Bensheim


Professor Dr. Karl-Wilhelm Dahm

Westfälische Wilhelms-Universität, Münster


17.30 Uhr Pause


18.00 Uhr Gerecht oder selbstgerecht?

Prüfsteine aus theologischer Sicht

Professor Dr. Klaus Tanner

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg;

Kammer für Öffentliche Verantwortung der

Evangelischen Kirche in Deutschland


20.00 Uhr Abendessen auf Einladung der DaimlerChrysler AG

im Restaurant Refugium auf dem Gendarmenmarkt


Dinner Speech

Dr. Michael J. Inacker

Mitglied des Direktoriums von DaimlerChrysler –

Leiter Politik und Außenbeziehungen, Stuttgart


Freitag, 21. Januar 2005


9.00 Uhr Freunde und Parteifreunde:

Politik zwischen Machterhalt und Sachgerechtigkeit

Wilhelm Schmidt MdB

Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Berlin


10.15 Uhr Kaffeepause


10.45 Uhr Wertemanagement im Unternehmen:

Selbstverpflichtung zur Fairness?

Professor Dr. Birger Priddat

Zeppelin-University, Friedrichshafen


12.00 Uhr Mittagessen


Ende der Tagung

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Leitung

Dr. Michael Hartmann

Studienleiter Wirtschaft und Soziales und stellvertretender Akademiedirektor

Telefon (030) 203 55 - 504

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