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Religionsphilosophische Schulwoche

 
 

Schulwoche

Religionsphilosophische Schulwoche

Tagungsnummer
2006SW02
29. Mai - 02. Juni 2006
08:00 - 13:30 Uhr
Inhalt:

Leitung

Marcus Götz-Guerlin

Organisation

Belinda Elter

 
(030) 203 55 - 409

Wissen über Religion und über Religionen ist, ebenso wie Erfahrungen mit Methoden und Arbeitsweisen der Philosophie, ein unverzichtbarer Bestandteil des Allgemeinwissens. Die RPSW versuchen, hierzu einen Beitrag zu leisten.

RPSW haben daher einen religionskundlichen Schwerpunkt. Religionen in ihrer unterschiedlichen Gestalt und gelebten Praxis sollen erfahrbar und anschaulich werden. Es werden hierbei die Weltreligionen vorgestellt, die in Deutschland zahlenmäßig oder historisch-kulturell das größte Gewicht haben. Das sind Christentum, Judentum, Islam und Buddhismus bzw. Hinduismus. Die einzelnen Religionen werden dabei durch VertreterInnen der jeweiligen Religionsgemeinschaften vorgestellt werden. Um den Eindruck und die Kenntnisse der einzelnen Religionen zu verstärken, bilden Exkursionen zu unterschiedlichen religiösen Orten in Berlin einen Schwerpunkt der Woche.

Neben dem Kennenlernen von einzelnen Religionen, ihren Glaubenslehren und ihrer Lebenspraxis ist die Frage, was Religion ist, eine der zentralen Frage der gesamten Woche. Es geht hier sowohl um die individuelle Dimension (ist der Mensch von Natur aus ein „religiöses Wesen“?, Warum glauben Menschen?) als auch um die gesellschaftliche Dimension von Religion (Religion als kulturelles Phänomen, Religionen und soziales Engagement, Religion und Politik, Religionsgemeinschaften).


Die RPSW will zum gemeinsamen und kontroversen Nachdenken und Diskutieren über Religion anregen. Wir fragen, was und wo Religion etwas mit dem normalen, alltäglichen Leben von Menschen zu tun hat. Wir beschäftigen uns mit Themen, die in enger Beziehung zu religiösen Fragen stehen oder denen sich Religionen zumindest auf spezifische Weise nähern. Dies sind sowohl Themen mit deutlicher religiöser Ausrichtung (z.B. Tod und Sterben, Okkultismus, Meditation etc.) aber auch Themen, deren religiöse Dimension sich erst bei genauerer Betrachtung erschließt (z.B. politische Themen, Ethik). Nichtreligiöse Zugänge der Weltdeutung (z.B. philosophisch begründete Ethik, Humanismus) ergänzen die Sichtweisen der Religionen.


Die RPSW sind damit eine einzigartige Möglichkeit, mit unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen ins Gespräch zu kommen und die eigenen Überzeugungen zu schärfen.

RPSW setzen weder ein Bekenntnis oder eine Religionszugehörigkeit noch eigene Erfahrungen mit Religion voraus. Sie leben vielmehr davon, dass Menschen unterschiedlicher religiöser Zugehörigkeit und Nähe bzw. Ferne zu Religion miteinander ins Gespräch kommen. Die RPSW sind keine missionarische Veranstaltung. Niemand soll und wird von irgendeiner der vorgestellten Religionen missioniert werden. Es wird auch niemand aufgrund einer bestimmten religiösen oder weltanschaulichen Einstellung bevorzugt oder benachteiligt. Was allerdings von allen Teilnehmenden an der Woche, unabhängig von religiöser oder weltanschaulicher Einstellung, erwartet wird, ist Respekt vor anderen Einstellungen und ein Maß von Achtung voreinander, damit andere nicht beleidigt oder gekränkt werden.


Marcus Götz-Guerlin / Magdalena Möbius

(Ev. Akademie zu Berlin)

Programm:

Montag

8.00 Begrüßung und Einführung in die Woche

8.45 Exkursionen

Gruppe 1 Leiter(in) Joachim Willems / Buddhistisches Haus Frohnau und Moschee Wedding

Gruppe 2 Magdalena Möbius / Hindu-Tempel Kreuzberg und Moschee Mariendorf

Gruppe 3 Oliver Wehnl / Buddhistisches Haus Frohnau und Sehitlik Moschee, Columbiadamm

Gruppe 4 Martin Kujawa / Synagoge Oranienburger Str. und Sufi-Orden Neukölln

Gruppe 5 Dajana Nevi-Sönksen / Sehitlik Moschee, Columbiadamm und Buddhistisches Haus Frohnau


Dienstag

8.00 Basisgruppen

10.30 und 12.30 ExpertInnengespräche I

Hinduismus - Dhiray Roy

Buddhismus - Anandicitta

Judentum - Jona Simon

Islam - Chaban Salih


Mittwoch Christentum

8.00 Basisgruppen wie Dienstag

ab ca. 10.00 Exkursionen (mit integrierten ExpertInnengesprächen III)

Stadtmission Tiergarten - Paulus Hecker

Franziskanerkloster Pankow - Tobias Nahlik

Foyer der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche- Karsten Schwarz

Katholische Akademie - Martin Knechtges

Gefängnisseelsorge Tegel - Rainer Dabrowski


Donnerstag Was ist Religion?

8.00 Basisgruppen

11.30 ExpertInnengespräche IV

Okkultismus und Magie - Katja Rakow

Religionskritik - Johannes Dirschauer

Wie kommen wir zu Erkenntnis - Jaap Schilt

Meditation - Ellen Heienbrok

Der Sinn des Lebens - Ute Sauerbrey

Kirche und Sexualität -Katarina Kristinova / Christian Reich


Freitag

8.00 ExpertInnengespräche V

Okkultismus und Magie - Katja Rakow

Vorstellungen von Jenseits und Wiedergeburt - Johannes Dirschauer

Warum glauben Menschen? - Ute Sauerbrey

Fundamentalismus - Dr. Erika Godel

Wie frauenfeindlich sind Religionen? - Maxi Siegmund

Theodizee - Katarina Kristinova

10.30 Basisgruppen und Abschluss der Woche


Die Religionsphilosophische Schulwoche ist eine Veranstaltung im Rahmen der Ev. Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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