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Xenophobie

 
 

Tagung

Xenophobie

Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Identitätspolitik in Russland und Deutschland

Tagungsnummer
2006TG33
17. - 18. November 2006
15:30 - 14:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Ludwig Mehlhorn

 

Organisation

Rosalita Huschke

 
(030) 203 55 - 404

Deutschland und in den vergangenen Jahren besonders Russland erleben eine Zunahme von Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gegen „fremd“ Aussehende und „anders“ Lebende. Beide Gesellschaften befinden sich nach den epochalen Umbrüchen am Beginn der 90er Jahre noch immer auf der Suche nach einer kollektiven Identität. Die Umbrüche haben nicht nur das Selbstverständnis eines großen Teils der jeweiligen Bevölkerung erschüttert, sondern auch Gewinner und Verlierer produziert. Die oft schwierige soziale Situation sowie narzisstische Kränkungen durch Bedeutungs- und Machtverluste führen in vielen Fällen dazu, die Schuld bei Anderen zu suchen, die der eigenen Gesellschaft vermeintlich oder tatsächlich fremd sind.


Die Deutsch-Russischen Herbstgespräche unternehmen den Versuch einer Bestandsaufnahme. Zudem soll der Zusammenhang zwischen prekärer Identitätssuche, wachsendem Rassismus und staatlicher nationaler Identitätspolitik diskutiert werden. Dabei geht es auch darum, die traditionellen Begriffe zu hinterfragen. Sind Nationalismus, Rassismus oder, vor allem in Russland, der Begriff des Faschismus weiter zur Beschreibung des Phänomens geeignet? Zum Schluss beschäftigt sich die Tagung mit bestehenden oder möglichen Strategien zur Bekämpfung von Rassismus und fremdenfeindlicher Gewalt in unseren beidenGesellschaften.


Dr. Azra Dzajic, Heinrich-Böll-Stiftung

Ludwig Mehlhorn, Evangelische Akademie zu Berlin

Stefan Melle, Deutsch-Russischer Austausch e.V.

Programm:

Freitag, 17. November 2006


15.30 Uhr Anmeldung


16.30 Uhr Eröffnung und Einführung


17.00 Uhr Rassismus und fremdenfeindliche Gewalt

Vergleichende Bestandsaufnahme der aktuellen Situation

Prof. Dr. Hajo Funke, Freie Universität Berlin

Galina Koschewnikowa, Analysezentrum „Sova“, Moskau

Irina Kosterina, Forschungsinstitut Region, Staatliche Universität Uljanowsk

Moderation: Markus Wehner, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Berlin


19.00 Uhr Empfang der Stiftung Deutsch-Russischer Austausch, anschl. Buffet


Samstag, 18. November 2006


10.00 Uhr Rassismus und nationale Identitätspolitik

Fremdenfeindliche Gesinnung im Spannungsverhältnis von Nation, ethnischer Zugehörigkeit, historischem Erbe und gesellschaftlichem Umbruch

Andreas Umland, DAAD-Lektor in Kiew

Arsenij Roginski, Memorial Moskau

Moderation: Sabine Adler. Deutschlandfunk


11.30 Uhr Kaffeepause


12.00 Uhr Strategien zur Bekämpfung von Rassismus und fremdenfeindlicher Gewalt

Prof. Cornelius Weiss, Rektor a.D. der Universität Leipzig, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag des Freistaats Sachsen

Robin Kendon, Mobiles Beratungsteam Frankfurt (Oder)

Jelena Omeltschenko, Forschungsinstitut Region, Staatliche Universität Uljanowsk

Igor Awerkijew, Permer Bürgerkammer

Moderation: Jens Siegert, Heinrich-Böll-Stiftung, Moskau


14.00 Uhr Mittagessen und Ende der Tagung

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