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Was kostet die Welt?

 
 

Tagung

Was kostet die Welt?

Arme, Reiche und der Zusammenhalt in Deutschland

Tagungsnummer
2006TG26
13. - 14. Oktober 2006
14:00 - 17:30 Uhr
Inhalt:

Leitung

Dr. Michael Hartmann

 

Organisation

Rosalita Huschke

 
(030) 203 55 - 404

Die Kluft zwischen arm und reich in Deutschland wird größer, wie zahlreiche Studien belegen. Auch wenn Vielfalt und Unterschiede in der materiellen Ausstattung zum Wesen unserer Gesellschaft gehören, ist die wachsende Ungleichheit ein sozialethisches Problem. Denn die materielle Verteilung ist neben der gerechten Teilhabe und Chancengleichheit eine Grundlage sozialer Gerechtigkeit.

Für die überwiegende Zahl der Menschen in unserem Land gehören Leistungsgerechtigkeit und Bedarfsgerechtigkeit zusammen, so wie auch Eigenverantwortung Solidarität braucht. Die immer wieder geforderte Eigenverantwortung auf der einen und Solidarität auf der anderen Seite sind wesentliche Bindekräfte innerhalb unserer Gesellschaft. Wir gehen der Frage nach, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um diese Bindekräfte zu stärken. Neue Chancen eröffnen sich auch dann, wenn die Verbesserung der Situation der Armen unser Maßstab ist. Die Evangelische Kirche in Deutschland setzt in diesem Herbst einen thematischen Schwerpunkt, indem sie sich mit der wachsenden Kluft in Einkommens- und Vermögensverhältnissen befasst und die Ungleichheit der Möglichkeiten benennt, die bei der Wahrnehmung und Entwicklung von Lebenschancen besteht.

Mit einer neuen Denkschrift des Rates der EKD zur Armut in

Deutschland - „Gerechte Teilhabe - Befähigung zu Eigenverantwortung und Solidarität“ - hat die EKD am 11. Juli ein Signal gesetzt.

Die Synode der EKD hat für ihre kommende Tagung im November 2006 das Schwerpunktthema „Gerechtigkeit erhöht ein Volk - Armut und Reichtum“ beschlossen.

Den aktuellen Bedingungen und den Veränderungen, die sich aus neuen wirtschaftlichen Entwicklungen ergeben, widmet sich die Tagung, zu der wir Sie herzlich auf die Insel Schwanenwerder im Berliner Wannsee einladen.


Dr. Michael Hartmann, Evangelische Akademie zu Berlin

Programm:

Freitag, 13. Oktober 2006

ab

14.00 Uhr Anmeldung


14.45 Uhr Kaffee im Foyer


15.15 Uhr Begrüßung und Einführung

Dr. Michael Hartmann, Evangelische Akademie zu Berlin


15.30 Uhr Sozialethik als Öffentliche Theologie

Wie wirksam redet die Evangelische Kirche über wirtschaftliche Gerechtigkeit?

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Lehrstuhl für systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen, Universität Bamberg, Mitglied der Kammer für Soziale Ordnung der EKD


anschließend Aussprache


16.45 Uhr Kaffeepause


17.15 Uhr Wie viel Ungleichheit ist gerecht?

Die Suche nach der Basis für eine Ethik der Teilhabe

Empirie

Prof. Dr. Stefan Liebig, Professur für Soziologie: Methodenlehre/Empirische Sozialforschung, Fachbereich IV, Universität Trier

Diakonie

Dr. Bernd Schlüter, Mitglied des Vorstandes, Diakonisches Werk der Ev. Kirche in Deutschland (EKD)


anschließend Aussprache


18.30 Uhr Abendessen


19.30 Uhr Annäherungen an eine Ethik des Reichtums

Evangelische Perspektiven

Dr. Torsten Meireis, Institut für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster


Samstag, 14. Oktober 2006


8.45 Uhr Morgenandacht


9.15 Uhr Sozialreformen, Armut und Worte der Kirche

Beispiele aus Großbritannien mit einem Experten aus dem Vereinigten Königreich (Simultanübersetzung)


10.45 Uhr Kaffeepause


11.15 Uhr Gibt es gerechten Reichtum?

Über ein verdrängtes Thema christlicher Ethik

Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, Mitglied der Kammer für Soziale Ordnung der EKD


12.30 Uhr Mittagspause


14.00 Uhr Gerechte Teilhabe auch ohne das Rheinische Modell?

Die Zukunft der sozialen Gerechtigkeit im Finanzmarktkapitalismus

Prof. Dr. Paul Windolf, Lehrstuhl für Arbeit, Personal, Organisation, Universität Trier, z. Zt. Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin

mit Diskussion


15.15 Uhr Kaffeepause


15.45 Uhr Der Fiskus zwischen Wohlfahrtsstaat und erodierenden Abgaben

Möglichkeiten der Besteuerung

Dr. Stefan Bach, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin


16.45 Uhr Aussprache, Bilanz und Ausblick


Gegen 17.30 Uhr Ende der Tagung

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