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Einladen statt Abhängen - unterwegs gegen Armut und Ausgrenzung

 
 

Tagung

Einladen statt Abhängen - unterwegs gegen Armut und Ausgrenzung

Ein Tag des kirchlichen Netzwerks im Rahmen der Fokuswoche

Tagungsnummer
21B/2010
25. Juni 2010
10:30 - 17:00 Uhr
Berlin
Inhalt:

Leitung

Dr. Michael Hartmann

 

Organisation

Belinda Elter

 
(030) 203 55 - 409

Die Zahlen sind erschreckend: 11,5 Millionen Menschen in Deutschland lebten nach einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Jahr 2008 an der Grenze zur Armut oder waren von Armut bedroht. Das sind ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren. Es ist nicht nur der Mangel an materiellen Ressourcen und Lebenschancen, der den Alltag erschwert. Vielen Betroffenen macht auch die soziale Ausgrenzung zu schaffen, wie Studien des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD ergeben haben. Alleinerziehende, Hartz-IV-Bezieher, Familien, die mit wenig Geld auskommen müssen, und deren Kinder werden an den Rand gedrängt, stigmatisiert und fühlen sich nicht wertgeschätzt. Ganze Stadtteile verarmen und drohen abzurutschen, während es in anderen Stadtteilen und Regionen boomt. Fakt ist: die soziale Ungleichheit nimmt zu. Zugleich haben viele den Eindruck, dass ein Teil der Eliten diese Entwicklung nicht hinreichend wahrnimmt und dass die gesellschaftliche Solidarität schwindet.


Die Europäische Kommission hat das Jahr 2010 zum „Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ (EJ 2010) erklärt. Ziel ist, das öffentliche Bewusstsein für die Lage armer Menschen zu schärfen und den sozial Ausgegrenzten den Zugang zu Rechten, Ressourcen und Dienstleistungen zu erleichtern. Ein Leben in Würde und umfassender Teilhabe soll für alle möglich sein. Der soziale Zusammenhalt lebt von der Teilhabe aller. Kirchen, Diakonie und Caritas begrüßen die Ziele des EJ 2010. Kirchen und ihre Werke haben sich bereits in der Vergangenheit auf vielfältige Art und Weise für gerechte Teilhabe stark gemacht – in Form von Denkschriften, politischer Lobbyarbeit und mit ganz konkreten Angeboten und Maßnahmen zur Armutsbekämpfung.


Der „Tag der Kirchen, Diakonie und Caritas“ im Rahmen der nationalen Fokuswoche im Europäischen Jahr richtet sich gezielt an Kirchengemeinden, soziale Netzwerke und gesellschaftlich Engagierte. Es geht um Information, Anregungen, Austausch – und um den Blick über den eigenen Tellerrand. Was können wir tun, damit benachteiligte Bürgerinnen und Bürger besser in die Gemeinde, in die Gesellschaft integriert werden? Wie müssen sich Kirchengemeinden verändern, um Teilhabechancen zu ermöglichen? Wie kann es gelingen, in sozialen Brennpunkten und Quartieren nützliche Angebote für die Bewohner zu entwickeln?


Wir laden Sie herzlich ein, am 25. Juni in Berlin dabei zu sein und mit zu diskutieren. Expertinnen und Experten aus Kirche, Caritas, Diakonie und Wissenschaft geben Einblick in neueste Forschungsergebnisse und lokale Praxis. Politikerinnen und Politiker beziehen Stellung zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, zu Chancengleichheit und dem Phänomen der „working poor“. Für den nötigen Schwung am Nachmittag sorgen die „Power Girls“ aus der Paul Gerhardt Gemeinde.

Programm:

10.30 Uhr: Begrüßung im Foyer

Prälat Dr. Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union


10.40 Uhr: Foyer

Kurzvorstellung der Netzwerke und Aktionsgruppen, die Standortprojekte zur Bekämpfung von Armut präsentieren

Moderation: OKRin Cornelia Coenen-Marx (EKD)


11.15 Uhr: Grußworte

Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, Sprecher Nationale Armutskonferenz (nak)

Kerstin Griese, Vorstand Sozialpolitik Diakonisches Werk der EKD e.V.

Dr. Frank Johannes Hensel, Diözesan-Caritasdirektor Köln


11.35 Uhr: Impulsreferate (Saal im Obergeschoss)

Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster, FH Bochum: „Arm und sozial ausgegrenzt – Perspektiven in und für Europa“

Martin Schenk, Sozialexperte Diakonie Österreich: „Es reicht für alle – Wege aus der Armut“


12.25 Uhr: Statement Politik

Manuela Schwesig, Ministerin für Soziales und Gesundheit, Mecklenburg-Vorpommern (angefragt)


12.35 Uhr: Präsentation von Studien

Prof. Dr. Gerhard Wegner und Marlis Winkler: „Ausgegrenzt und abgefunden? Armutserfahrungen zwischen Aktivität und Passivität.“ Zwei Studien aus dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD


13.05 Uhr: Nachfragen aus dem Plenum


13.30 Uhr: Mittagsimbiss (Raum im Erdgeschoss und Garten)

Gelegenheit für Gespräche mit den Aktionsgruppen und Netzwerken


14.15 Uhr: Referat

Prof. Dr. Werner Schönig, Dekan des FB Sozialwesen der Katholischen Hochschule NRW: „Was kommt nach der Schule: Berufliche Karriere oder Hartz IV?“. Ergebnisse einer neueren Studie zur Resilienz beim Übergang von der Schule in den Beruf


14.40 Uhr: Nachfragen aus dem Plenum


15.00 Uhr: Kaffepause (Obergeschoss)


15.15 Uhr: Auftritt der Berliner PowerGirls

(Foyer, Obergeschoss)


15.30 Uhr: „Gerechte Teilhabe – wie kann das in der Praxis aussehen?“

Podiumsgespräch und Plenumsdebatte mit:

Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann, Universität Hamburg

Dr. Frank Johannes Hensel, Diözesan-Caritasdirektor Köln

Andrea Holm, Pfarrerin und Leiterin des Diakonischen Werkes in Ravensburg

Peter Storck, Pfarrer der Kirche Heilig Kreuz-Passion, Berlin-Kreuzberg

Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD

Moderation: Ulrike Posch, Führungsakademie für Kirche und Diakonie gAG


16.30 Uhr: Reisesegen

Susanne Kahl-Passoth, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz


Gesamtmoderation

OKRin Cornelia Coenen-Marx, Referat für Sozial- und Gesellschaftspolitik, EKD

Dr. Michael Hartmann, Ev. Akademie zu Berlin


Foyer:

Aktionsgruppen präsentieren Standortprojekte zur Bekämpfung von Armut

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