Demographischer Wandel, Wachstum und Lebensqualität: Zukunftsperspektiven von sozialen Dienstleistungen

Tagung

Demographischer Wandel, Wachstum und Lebensqualität: Zukunftsperspektiven von sozialen Dienstleistungen

Tagungsnr.
46/2012
Von: 28.11.2012 10:00
Bis: 28.11.2012 17:15
Kath. Akademie in Berlin

Inhalt

Auch wenn wir immer "grüner" konsumieren und produzieren, leben wir doch gleichzeitig auf immer größerem Fuß - wachsen also weiter. Spätestens seit Ausbruch der Finanzkrise zweifeln immer mehr Menschen an unserem Wirtschaftssystem, den Grundlagen der Wirtschaftspolitik und insbesondere dem Stellenwert des wirtschaftlichen Wachstums. Zugleich wird in unserer alternden Gesellschaft die Option, die Volkswirtschaft zu "entstofflichen", also vor allem Dienstleistungen am Menschen zur Basis künftigen Wohlstands zu machen, immer populärer. Kann dieser Sektor ein neues Standbein werden, das zur Finanzierung des Staates, zum Erhalt der Innovationskraft und zur Lebensqualität, wie wir sie uns wünschen, beiträgt?


XXV. Wirtschaftsethisches Forum

XXV. Wirtschaftsethisches Forum


Die über 60-jährigen sind die weltweit am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe. Schon heute leben erstmals mehr Menschen über 60 auf der Erde als Kinder unter 5 Jahren. Deutschland ist dabei das „Altersheim“ unter den 27 OECD-Staaten – nirgends ist der Anteil der Jugendlichen geringer und der Anteil der Rentner höher. Gleichzeitig wird intensiv über den Fachkräftemangel unter anderem in der Pflege und die Grenzen des Wachstums diskutiert. Allerdings werden die Themen oft nicht zusammen betrachtet und die Zusammenhänge nicht gesehen. Dabei lassen sich diese Herausforderungen nicht isoliert bewältigen. Wir wollen deshalb auf dem XXV. Wirtschaftsethischen Forum mit Ihnen über die Fakten, Zusammenhänge und integrierte Lösungsansätze sprechen.


Wie viel Wachstum brauchten wir angesichts des demographischen Wandels? Wird es ein „anderes Wachstum“ als heute sein, oder überhaupt keines? Sind Soziale Dienstleistungen der Schlüssel zur Bewältigung der demographischen Herausforderungen und der Überwindung der Grenzen des Wachstums? Woher sollen die Fachkräfte für die professionelle Pflege kommen – und wer soll sie bezahlen? Welche Konsequenzen haben die Forderungen nach Nachhaltigkeit in Verbindung mit der Alterung der Gesellschaft in der Praxis für Krankenkassen, Versicherer und Sozialdienstleister? Welche Lösungen werden von der Politik in die Wachstumsdebatte eingebracht?


Wir freuen uns auf die Diskussion dieser Fragen mit Ihnen.


Joachim Hake

Direktor der Katholischen Akademie in Berlin


Dr. Rüdiger Sachau

Direktor der Evangelischen Akademie zu Berlin


Prof. Dr. Michael Hüther

Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

Programm

10.00 Uhr

Anmeldung


10:45 Uhr

Eröffnung und Einführung

Dr. Marie Luise Schneider

Stellv. Direktorin der Katholischen Akademie in Berlin


11:00 Uhr

Forum I: Wachstum in der alternden Gesellschaft


Vortrag:

Demographischer Wandel und wirtschaftliche Entwicklung


Prof. Michael Hüther,

Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln


11: 30 Uhr

Vortrag:

Demographischer Wandel – Herausforderung und Reformchance für das Gesundheitssystem

Harald Möhlmann

Gescchäftsführer Versorgungsmanagement

AOK Nordost, Potsdam


12.00 Uhr

Podiums- und Plenumsdiskussion mit den Vortragenden


12:30 Uhr

Imbiss


13:30 Uhr

Forum II:

Personenbezogene Dienstleistungen als

Wachstumssektor – Pflege als Zukunftsmarkt?


Statements


Prof. Dr. Georg Cremer,

Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes e.V., Freiburg i.Br.


Bernd Meurer,

Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V.; Berlin


V.-Prof. Dr. Dominik Enste,

Kompetenzfeldleiter Institutionenökonomik,

Institut der deutschen Wirtschaft Köln



anschließend Podiums- und Plenumsdiskussion



15:00 Uhr

Kaffeepause


15:30 Uhr

Forum III.

Anders wachsen? Politische Optionen


Statements


Dr. Josef Schlarmann,

Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Berlin


Prof. Dr. Gerhard Wegner

Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, Hannover


Hubertus Heil MdB,

Stellv. Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Berlin



17.00 Uhr

Zusammenfassung der Ergebnisse


17.15 Uhr

Ende der Veranstaltung

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Leitung

Dr. Michael Hartmann

Studienleiter Wirtschaft und Soziales und stellvertretender Akademiedirektor

Telefon (030) 203 55 - 504

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