Doppelte Standards in der Unternehmensführung

Geschlossene Fachtagung

Doppelte Standards in der Unternehmensführung

Ist Heuchelei vermeidbar?

Tagungsnr.
04/2015
Von: 29.01.2015 11:00
Bis: 30.01.2015 12:30
Kath. Akademie in Berlin

Inhalt

Zunehmend werden Anforderungen an Unternehmen herangetragen, sich sozial, ökologisch, community-orientiert usw. in ihrem Umfeld, gegenüber ihren Kunden und ihren Stakeholdern auszuweisen. Viele Unternehmen haben umfangreiche Selbstverpflichtungen und Leitlinien ausgearbeitet, die auch zunehmend verrechtlicht werden. Sind das die neuen Messlatten für die Wirtschaft – und konkurrieren sie mit dem Standard Milton Friedmans „The business of business is business“?

Glaubwürdigkeit und Vertrauen müssen in Unternehmen gegenüber Mitarbeitern und Kunden in einem oft politisierten Umfeld unter medialer Beobachtung gepflegt werden. Wie wirkt sich die verstärkte Einforderung und Kontrolle von regelkonformem Verhalten in Wirtschaftsunternehmen auf das Management und die Mitarbeiter aus? Die Sorgfaltspflichten, die für alle betriebsinternen Vorgänge gelten, sollen eine Kultur der Verantwortung fördern. Können die verschiedenen Anforderungen an Regelkonformität in die Organisation und in das tägliche wettbewerbliche Handeln tatsächlich integriert werden – oder muss es hier unweigerlich zu Phänomenen des „als ob“ kommen?

Die Gefahren für die Entstehung eines doppelten Bodens sind vielfältig, etwa wenn „politisch“ reguliert wird und sich das Management hinter dem Compliance-Officer „versteckt“. Auch Märkte haben eine politische Seite: Foren im Internet, Flashmobs und die traditionellen Massen- und Fachmedien üben starken Druck auf Unternehmen aus. Die Beachtung von Regelkonformität und Sorgfaltspflichten überwachen hier Gruppen mit volatilen Stimmungslagen. Auch das kann die Entstehung doppelter Standards begünstigen.

Haben Glaubwürdigkeit und Akzeptanz der Regeln im Unternehmen ihren angemessenen Ort, oder verschwinden sie im doppelten Boden? Worauf kommt es eigentlich an, wenn Unternehmenskultur und moralische Leitplanken gefragt sind? Dazu laden wir Sie herzlich ein.


Prof. em. Dr. Joachim Schwalbach, Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Michael Hartmann, Evangelische Akademie zu Berlin

Dr. Maria-Luise Schneider, Katholische Akademie in Berlin e.V.

Zunehmend werden Anforderungen an Unternehmen herangetragen, sich sozial, ökologisch, community-orientiert usw. in ihrem Umfeld, gegenüber ihren Kunden und ihren Stakeholdern auszuweisen. Viele Unternehmen haben umfangreiche Selbstverpflichtungen und Leitlinien ausgearbeitet, die auch zunehmend verrechtlicht werden. Sind das die neuen Messlatten für die Wirtschaft – und konkurrieren sie mit dem Standard Milton Friedmans „The business of business is business“?

Glaubwürdigkeit und Vertrauen müssen in Unternehmen gegenüber Mitarbeitern und Kunden in einem oft politisierten Umfeld unter medialer Beobachtung gepflegt werden. Wie wirkt sich die verstärkte Einforderung und Kontrolle von regelkonformem Verhalten in Wirtschaftsunternehmen auf das Management und die Mitarbeiter aus? Die Sorgfaltspflichten, die für alle betriebsinternen Vorgänge gelten, sollen eine Kultur der Verantwortung fördern. Können die verschiedenen Anforderungen an Regelkonformität in die Organisation und in das tägliche wettbewerbliche Handeln tatsächlich integriert werden – oder muss es hier unweigerlich zu Phänomenen des „als ob“ kommen?

Die Gefahren für die Entstehung eines doppelten Bodens sind vielfältig, etwa wenn „politisch“ reguliert wird und sich das Management hinter dem Compliance-Officer „versteckt“. Auch Märkte haben eine politische Seite: Foren im Internet, Flashmobs und die traditionellen Massen- und Fachmedien üben starken Druck auf Unternehmen aus. Die Beachtung von Regelkonformität und Sorgfaltspflichten überwachen hier Gruppen mit volatilen Stimmungslagen. Auch das kann die Entstehung doppelter Standards begünstigen.

Haben Glaubwürdigkeit und Akzeptanz der Regeln im Unternehmen ihren angemessenen Ort, oder verschwinden sie im doppelten Boden? Worauf kommt es eigentlich an, wenn Unternehmenskultur und moralische Leitplanken gefragt sind? Dazu laden wir Sie herzlich ein.


Prof. em. Dr. Joachim Schwalbach, Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Michael Hartmann, Evangelische Akademie zu Berlin

Dr. Maria-Luise Schneider, Katholische Akademie in Berlin e.V.

Programm

Donnerstag, den 29. Januar 2015


10.30 Uhr Anmeldung und Stehkaffee


11.00 Uhr Begrüßung und Einführung

Prof. em. Dr. Joachim Schwalbach, Humboldt-Universität zu Berlin


anschließend Vorstellungsrunde


11.30 Uhr Soft Law und Multistakeholder-Foren – Globale Parallelrechtsordnung jenseits von Demokratie und Rechtsstaat?

Dr. Birgit Spießhofer, M.C.J. (NYU), Rechtsanwältin DENTONS, Berlin


13.00 Uhr Mittagessen


14.30 Uhr Doppelte Standards aus Sicht der Moraltheologie

Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg, Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle, Mönchengladbach


Werte und Verantwortung in der Unternehmensführung

Prof. Dr. Ludger Heidbrink, Philosophisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel


anschließend Gespräch mit beiden Referenten


16.00 Uhr Pause


16.30 Uhr “The business of business is business”? Sind die Erwartungen von Politik und Gesellschaft an die Unternehmen überzogen?

Dr. Susanne Kortendick, Arbeitsdirektorin und Mitglied der Geschäftsführung der Bombardier Transportation GmbH, Berlin


18.00 Uhr Pause


19.00 Uhr Abendessen auf Einladung der Evonik Industries AG


Dinner Speech

Rüdiger Oppers, Bevollmächtigter des Vorstands und Leiter der Public Affairs, Evonik Industries AG, Berlin


Französische Friedrichstadtkirche, Restaurant Refugium auf dem Gendarmenmarkt


Freitag, den 30. Januar 2015


8.30 Uhr Andacht in der Akademiekirche St.Thomas von Aquin


9.00 Uhr Sachzwänge, Regeltreue und Moralität im Unternehmen. Compliance Management und die Gefahr doppelter Standards

Dr. Klaus Moosmayer, Chief Compliance Officer, Siemens AG, München


10.30 Uhr Pause


11.00 Uhr Familienunternehmen – Idealtypus der Sozialen Marktwirtschaft?

Manfred Kurz, Leiter der Würth Repräsentanzen Berlin und Brüssel


12.30 Uhr Mittagessen, Ende der Veranstaltung

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Leitung

Dr. Michael Hartmann

Studienleiter Wirtschaft und Soziales

Telefon (030) 203 55 - 504

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