Aleppo und Mossul – lassen sich Massenverbrechen verhindern, wenn die kooperative Weltordnung zerfällt?

Abendforum

Aleppo und Mossul – lassen sich Massenverbrechen verhindern, wenn die kooperative Weltordnung zerfällt?

Das Friedensgutachten 2017

Tagungsnr.
24/2017
Von: 30.05.2017 18:00
Bis: 30.05.2017 20:00
Französische Friedrichstadtkirche

Inhalt

{rtf1ansiansicpg1252deff0deflang1031{fonttbl{f0fnilfcharset0 Arial;}} viewkind4uc1pardfs20 Das Friedensgutachten befasst sich mit aktuellen Fragen der Friedens- und Sicherheitspolitik. Es wird seit 1987 j'e4hrlich von den f'fcnf Instituten f'fcr Friedens- und Konfliktforschung in der Bundesrepublik gemeinsam herausgegeben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen untersuchen die internationale Konfliktrealit'e4t aus friedensstrategischer Perspektive. Die Herausgeberinnen und Herausgeber ziehen Bilanz, pointieren die Ergebnisse und formulieren Empfehlungen f'fcr die Friedens- und Sicherheitspolitik in Deutschland und Europa. par par }
Die Ansätze für eine kooperative Weltordnung erodieren, globale Ungleichheit nimmt zu, Hoffnungen auf das Völkerrecht sind zurückgeworfen. Syrien steht für das Versagen der Staatengemeinschaft, Kriegsverbrechen und massenhafte Gräueltaten zu unterbinden. Annahmen im Westen, man könne mittels Militär Bürgerkriege eindämmen oder gar Demokratie erzwingen, haben sich nach den Erfahrungen in Afghanistan, im Irak und in Libyen als Trugschluss erwiesen. Auch deshalb wurde in Syrien lange nicht interveniert. Die Logik imperialer Realpolitik der Groß- und Regionalmächte gewinnt Oberhand. Russlands militärisches Eingreifen in der Ukraine und in Syrien fordern Deutschland und Europa in besonderer Weise heraus. Donald Trumps Wahl markiert eine Zäsur ins Ungewisse: Beendet „America first" die seit 1941 verfolgte Weltordnungspolitik der USA mit Protektionismus und neuer Hochrüstung?

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Jahrbuch der Institute für Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland. Nach der Vorstellung in der Bundespressekonferenz soll es in der Evangelischen Akademie kritisch diskutiert werden: Wie lassen sich Gewaltkonflikte unter diesen Bedingungen künftig bändigen? Welche Strategien und Instrumente taugen, um Gewaltexzesse zu verhindern und solidarisches und friedensförderliches Handeln auf den Weg zu bringen?

Uwe Trittmann, Evangelische Akademie zu Berlin

Dr. Bruno Schoch, Für die Herausgeberinnen und Herausgeber

Programm

Dienstag, den 30. Mai 2017

Ab
17.30 Uhr Anreise und Anmeldung

18.00 Uhr Begrüßung
Uwe Trittmann, Evangelische Akademie zu Berlin

18.10 Uhr Das Friedensgutachten 2017
Einführung
Dr. Bruno Schoch, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
(HSFK), Frankfurt/M.

18.25 Uhr Kritische Würdigung des Friedensgutachtens
Ekkehard Brose, Beauftragter für zivile Krisenprävention und Stabilisierung im Auswärtigen Amt, 2014-2016 Deutscher Botschafter im Irak

18.40 Uhr Aleppo und Mossul – lassen sich Massenverbrechen verhindern, wenn die kooperative Weltordnung zerfällt?
Diskussion mit
Ekkehard Brose, Beauftragter für zivile Krisenprävention und Stabilisierung im Auswärtigen Amt, 2014-2016 Deutscher Botschafter im Irak
apl. Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder, Bonn International Center for Conversion (BICC), Bonn
Prof. Dr. Thilo Marauhn, Professur für öffentliches Recht und Völkerrecht, Justus-Liebig-Universität Gießen, Forschungsgruppenleiter an der HSFK
Esther Saoub, Journalistin, Schwerpunkt Nahost, SWR / ARD, Stuttgart

Moderation: Katharina Lack, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin

20.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Hinweis: Am Büchertisch des LIT-Verlages können Sie das Friedensgutachten 2017 erwerben.
Weitere Informationen unter: www.friedensgutachten.de

Änderungen des Programms vorbehalten!

Diese Veranstaltung wird ganz oder teilweise mit Bild und Ton aufgezeichnet. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie Ihr Einverständnis, dass das Bild- und Tonmaterial für Dokumentationszwecke sowie im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Veranstalters eingesetzt werden darf.

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Leitung

Uwe Trittmann

Studienleiter für Friedensethik, Außen- und Sicherheitspolitik

Telefon 0160 / 90 94 21 86

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