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Familie von morgen

 
 

Tagung

Familie von morgen

Neue Werte für die Familie(npolitik)

Tagungsnummer
17/2017
05. - 07. April 2017
16:00 - 13:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

PD Dr. Eva Harasta

 

Organisation

Belinda Elter

 
(030) 203 55 - 409
 
Die Familie kann man sich nicht aussuchen. Oder doch? Familienleben gibt es heute in vielfältigen Formen. Jeder und jede sucht nach der eigenen Façon, glücklich zu werden, wenn es um Partnerschaft, Kinder und Verwandtschaftsbeziehungen geht. Wie die Großeltern in den 1960er Jahren ihre Familie gestalteten, wirkt aus heutiger Sicht entweder idyllisch oder vorsintflutlich, je nachdem, wo man steht.
Die Vielfalt an Familienformen führt aber auch zu Irritationen und Konflikten. Denn wie Familie gelebt wird, hat etwas mit der tiefsten kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Prägung zu tun. Welche Familie ist gemeint, wenn es in Artikel 6 des Grundgesetzes heißt: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung."?
Unsere Tagung bringt historische, sozialwissenschaftliche, juristische, theologisch-ethische und kulturwissenschaftliche Positionen miteinander ins Gespräch. So will sie Orientierungen dafür geben, wie ein gutes Zusammenleben der verschiedenen Familienformen weiterhin gestärkt werden kann – und will die Chancen aufzeigen, die in der gelebten Familienvielfalt liegen.
 
Jörg Litwinschuh, Geschäftsführer der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Dr. Carolin Küppers, Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
PD Dr. Eva Harasta, Evangelische Akademie zu Berlin
Silke Radosh-Hinder, Evangelischer Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte
 
Die Tagung ist eine Kooperation der Evangelischen Akademie zu Berlin mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und dem Evangelischen Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte. Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von der Diakonie Deutschland.
 
Die Anmeldung ist ausschließlich über die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld möglich: http://www.mh-stiftung.de/fachtag-familie
Programm:
Mittwoch, 5. April 2017
Die gelebte Vielfalt von Familie – gestern und heute
 
15:00 Uhr Ankunft und Anmeldung
 
16:00 Uhr Grußworte
Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend
Familie ist mehr – Rahmenbedingungen und Ziele: Eine
moderne Politik für Familien
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Diakonie Deutschland
Evangelische Akademie zu Berlin
 
16:30 Uhr Familie im Wandel: Von der Reformation in die Moderne
„Du sollst ehelich sein."(Martin Luther) – Ehe und Familie in der Reformation
Prof. Dr. Ute Gause, Lehrstuhl für Kirchengeschichte, Ruhr-Universität Bochum
„Ganzes Haus", christlich-bürgerliche Kernfamilie, Lebensform: Konflikte um Familienformen in der Moderne
Dr. Christopher Neumaier, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Universität Potsdam
 
18:00 Uhr Pause
 
18:30 Uhr Vater, Mutter, Kind?! - Zur Pluralität familialer Lebensformen heute
Prof. Dr. Nina Wehner, Soziologie, Evangelische Hochschule Freiburg
 
20:00 Uhr Ende des Veranstaltungstages
 
Donnerstag, 6. April 2017
Bedingungen der gelebten Vielfalt von Familie
 
9:30 Uhr Familie und Erwerbsarbeit leben: Motive, Entwicklung, Erfolge und Hürden
Prof. Dr. Irene Gerlach, Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum sowie Leiterin des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP)
 
11:00 Uhr Pause
 
11:30 Uhr Familienvielfalt und Bildungschancen
Familien als Bildungsorte – aktuelle Perspektiven und Ambivalenzen
Dr. Matthias Euteneuer, wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Didaktik der Sozialpädagogik Universität Dortmund
Bildung und Familienvielfalt im Migrationskontext
Univ.-Prof. Dr. Erol Yildiz, Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
 
13:00 Uhr Mittagspause
 
14:15 Uhr Familiale Beziehungsformen
Parallele Sektionen
 
Sektion 1 Partnerschaft
14:15 Uhr Perspektiven interreligiöser, interkultureller und internationaler Ehen in der Antike und Gegenwart
Dr. Aliyah-Almuth El Mansy, Fachgebiet Neues Testament, Universität Marburg
Moderation: PD Dr. Eva Harasta, Evangelische Akademie zu Berlin
 
15:00 Uhr Mehr Mamas, mehr Papas, mehr Bezugspersonen: Elternschaft in polyamoren Beziehungen
Dr. Cornelia Schadler, Institut für Soziologie, Universität Wien
 
Sektion 2 Intergenerationale Beziehungen
14:15 Uhr Die Perspektiven von Kindern auf intergenerationale Machtverhältnisse in der Familie
Dr. Katharina Gerarts, World Vision Institut für Forschung und Innovation, Friedrichsdorf
Moderation: Tanja Strebelow, Kreisbeauftragte für die Arbeit mit Kindern, Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte
 
15:00 Uhr Unter einem Dach? - Alt werden und alt sein in der Familie
Pastorin Anita Christians-Albrecht, landeskirchliche Beauftragte für Altenseelsorge, Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers
 
Sektion 3 Geschlechterrollen und familiale Beziehungen
14:15 Uhr Neue Rollen – Alte Bilder? Wandel und Stabilität von Geschlechterverhältnissen am Beispiel von Paaren mit Familienernährerin
Dr. Sarah Speck, Institut für Soziologie, Universität Frankfurt
Moderation: Dr. Carolin Küppers, Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
 
15:00 Uhr Regenbogenfamilien - Rahmenbedingungen, wachsende Akzeptanz, Herausforderungen
Constanze Körner, Regenbogenfamilienzentrum, Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Berlin
 
15:45 Uhr Pause
 
16:15 Uhr Familiale Beziehungsformen: Einsichten aus den parallelen Sektionen
 
17:00 Uhr Bedrohliche / bedrohte Vielfalt?
Familienformen im Ringen um Akzeptanz und Integration
„Das passt nicht ins Bild?" Wirklichkeit und Fremdbilder muslimischen Familienlebens in Deutschland
Gabriele Boos-Niazy, Vorsitzende des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen e.V., Wesseling
Grenzen der Vielfalt – Homosexualitätsfeindlichkeit und Heteronormativität in der Familienpolitik
Dr. Mike Laufenberg, Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, TU Berlin
 
18:30 Uhr Ende des Veranstaltungstages
 
Freitag, 7. April 2017
Familie stärken heißt, die gelebte Vielfalt von Familie stärken
 
9:30 Uhr Vielfalt begründen. Kriterien für (das Zusammenleben verschiedener) Familienformen
Familie im Wandel – Vielfalt im Recht
Dr. Konrad Duden, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg
Lob der Vielheit. Die Vielfältigkeit von Familienformen aus theologischer Sicht
Prof. Dr. Ralf Evers, Evangelische Hochschule, Dresden
 
11:00 Uhr Pause
 
11:30 Uhr Schlusspodium: Neue Werte für die Familienpolitik
Dr. Ina-Marie Blomeyer, Leiterin des Referates 215 Gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Geschlechtsidentität, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Oberkirchenrat
Dr. Ralph Charbonnier, Leiter des Referats Sozial- und gesellschaftspolitische Fragen, Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Hannover
Dr. Monika Götsch, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, Fachhochschule Esslingen
Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik, Diakonie Deutschland (Bundesverband)
Susann Rüthrich (MdB), Familienpolitische Sprecherin der SPD
Dr. Gerhard Schreiber, Akademischer Rat am Institut für Theologie und Sozialethik (iths) der Technischen Universität Darmstadt
Univ.-Prof. Dr. Erol Yildiz, Professur mit Schwerpunkt „Interkulturelle Bildung“, Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
 
13:00 Uhr Ende der Tagung
 
Änderungen des Programms vorbehalten!
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