Fremdheit als Substanz der Stadt

Tagung

Fremdheit als Substanz der Stadt

Eine Rückbesinnung

Tagungsnr.
41/2018
Von: 27.09.2018 14:30
Bis: 28.09.2018 14:00
Französische Friedrichstadtkirche

Inhalt

Das Fremde gehört konstitutiv zur Stadt. Sie ist der Ort, so hat es der Stadtforscher Walter Siebel formuliert, an dem Fremde leben. Im Zusammenleben der Fremden liegen das Potential der Stadtgemeinschaft und gleichzeitig ihre Bewährungsprobe. Im öffentlichen Diskurs dominiert oft die kritische Sichtweise: Wie viel ist der gestressten Großstadtseele zumutbar? Werte wie nachbarschaftliche Vertrautheit und Heimatverbundenheit werden oft idealisiert. Aber das Zusammensein und -leben von Menschen, die sich fremd sind, ist dasjenige, was Stadt überhaupt erst als Stadt definiert. Wir versuchen, einen urbanen Fremdheitsbegriff jenseits unreflektierter Verklärung und reflexhafter Überforderungsrhetorik zu erarbeiten. Welche Ressourcen stellt der christliche Glaube bereit, im Blick auf Deutungen und Umgangsformen mit dem Fremden, aber auch auf das Spannungsfeld von Fremdheit und Heimat? TheoLab08 Alexander Höner / Dr. Rüdiger Sachau / Prof. Dr. Christopher Zarnow
TheoLab08

Das Fremde gehört konstitutiv zur Stadt. Sie ist der Ort, so hat es der Stadtforscher Walter Siebel formuliert, an dem Fremde leben. Im Zusammenleben der Fremden liegen das Potential der Stadtgemeinschaft und gleichzeitig ihre Bewährungsprobe. Im öffentlichen Diskurs dominiert oft die kritische Sichtweise: Wie viel ist der gestressten Großstadtseele zumutbar? Werte wie nachbarschaftliche Vertrautheit und Heimatverbundenheit werden idealisiert. Aber das Zusammensein und -leben von Menschen, die sich fremd sind, ist dasjenige, was Stadt überhaupt erst als Stadt definiert. Wir versuchen, einen urbanen Fremdheitsbegriff jenseits unreflektierter Verklärung und reflexhafter Überforderungsrhetorik zu erarbeiten. Welche Ressourcen stellt der christliche Glaube bereit, was Deutungen und Umgangsformen mit dem Fremden, aber auch das Spannungsfeld von Fremdheit und Heimat angeht?

Alexander Höner, Arbeitsstelle Theologie der Stadt, Berlin
Dr. Rüdiger Sachau, Evangelische Akademie zu Berlin
Prof. Dr. Christopher Zarnow, Evangelische Hochschule Berlin


Programm

Donnerstag, den 27.9.2018

Ab
14.00 Uhr Anmeldung und Willkommen zum Kaffee

14.30 Uhr Begrüßung und Einführung

14.45 Uhr Fremdheit als religiöse Substanz der Stadt
Prof. Dr. Christopher Zarnow, Evangelische Hochschule Berlin

16.15 Uhr Fremdheit und Heimat in der Stadt
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Heimatdiskurs im ländlichen Raum
Dr. Liane Bednarz, Juristin und Autorin, Hamburg

17.45 Uhr Imbiss

18.30 Uhr Fremdheit im Gespräch
Arbeit in drei Gruppen

19.30 Uhr Neurobiologische Verarbeitung von Fremdheit in der Stadt
Was sozialer Stress in der Stadt mit uns macht
PD Dr. med. Mazda Adli, Psychiater und Chefarzt, Fliedner Klinik Berlin

21.00 Uhr Abendgebet

Freitag, den 28.9.2018

9.15 Uhr Begrüßung und Morgenandacht

9.30 Uhr Fremdheit als Heimat
Biblische Perspektiven und kirchliche Erfahrungen in Neukölln
Superintendentin i.R. Viola Kennert, Berlin

10.30 Uhr Heimatlos in Berlin
Die Berliner Stadtmission zwischen Hauptbahnhof und Kiez
Pfarrer Joachim Lenz, Vorstand Berliner Stadtmission

11.30 Uhr Pause mit kleinem Imbiss

12.00 Uhr Fremdheit als stadtsoziologische Kategorie
Prof. Dr. Ingrid Breckner, Hafencity Universität Hamburg

13.15 Uhr Schlussdiskussion

14.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Änderungen des Programms vorbehalten!

Die Veranstaltung wird ganz oder teilweise mit Bild und Ton aufgezeichnet. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie Ihr Einverständnis, dass das Bild- und Tonmaterial für Dokumentationszwecke sowie im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Veranstalters eingesetzt werden darf.

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Leitung

Alexander Höner

Alexander Höner

Projektstudienleitung "Theologie der Stadt"

Telefon (030) 755 15 16 53

Christopher Zarnow

Prof. Dr. Christopher Zarnow

Projektstudienleitung "Theologie der Stadt"

Kooperation/Förderung

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