Vorwärts in die Vergangenheit? Frieden braucht (neue) Partner

Abendforum

Vorwärts in die Vergangenheit? Frieden braucht (neue) Partner

Das Friedensgutachten 2019

Tagungsnr.
24/2019
Von: 04.06.2019 18:00
Bis: 04.06.2019 20:00
Französische Friedrichstadtkirche

Inhalt

Das Friedensgutachten ist das Jahrbuch der führenden deutschen Friedensforschungsinstitute, das erstmalig im Jahr 1987 herausgegeben wurde und seitdem jährlich erscheint. Im Rahmen einer umfangreichen Stellungnahme werden aktuelle Konflikte analysiert, bilanziert und bewertet. Zudem werden außen- und sicherheitspolitische Fragen betrachtet und konkrete Empfehlungen für die Friedens- und Sicherheitspolitik in Deutschland und Europa formuliert. Das Thema des aktuellen Friedensgutachtens wird von den beteiligten Instituten erst in der ersten Jahreshälfte festgelegt. Wir geben es im Einzelprogramm und auf der Website bekannt.
Vorwärts in die Vergangenheit – in diese Richtung bewegt sich aktuell die Politik im Umgang mit Fragen des Friedens und der Sicherheit. In der Friedens- und Sicherheitspolitik stehen internationale und regionale Regelwerke ebenso unter Druck wie die Institutionen zu ihrer Umsetzung. In dieser Situation müssen die vorhandenen Regeln und Institutionen geschützt und zugleich angesichts veränderter Herausforderungen neue Regeln und Verfahren der Friedenssicherung vorangetrieben werden. Weder das eine noch das andere lässt sich allein bewerkstelligen, sondern erfordert neue Partnerschaften. Die deutsche Außenpolitik ist daher gefordert, vorwärtsgerichtet zu agieren.

Das diesjährige Friedensgutachten diskutiert solche Partnerschaften in den einzelnen Feldern der Friedens- und Sicherheitspolitik und gibt konkrete Empfehlungen für das friedenspolitische Handeln der deutschen Bundesregierung. Das Gutachten wird von den führenden deutschen Friedensforschungsinstituten seit 1987 jährlich herausgegeben. Seit 2018 erscheint das Friedensgutachten in neuer Konzeption und Gestaltung: In fünf Kapiteln – Bewaffnete Konflikte, Nachhaltiger Frieden, Rüstungsdynamiken, Institutionelle Friedenssicherung und Transnationale Sicherheitsrisiken – bilanzieren und bewerten Autorenteams der Institute die aktuellen Entwicklungen. Das Kapitel „Fokus" nimmt die „Nukleare Weltordnung in der Krise" in den Blick.

Uwe Trittmann, Evangelische Akademie zu Berlin
Dr. Claudia Baumgart-Ochse für die Herausgeberinnen und Herausgeber

Programm

Dienstag, 4. Juni 2019

Ab
17.30 Uhr Anreise und Anmeldung

18.00 Uhr Begrüßung
Uwe Trittmann

18.10 Uhr Das Friedensgutachten 2019
Einführung
Prof. Dr. Tobias Debiel, Institut für Entwicklung und Frieden (INEF), Duisburg

18.25 Uhr Kritische Würdigung des Friedensgutachtens
Sigmar Gabriel, MdB SPD, 2017-2018 Bundesminister des Auswärtigen, Berlin

18.45 Uhr Vorwärts in die Vergangenheit? Frieden braucht (neue) Partner
Podiumsdiskussion
Sigmar Gabriel, MdB SPD, 2017-2018 Bundesminister des Auswärtigen, Berlin
Prof. Dr. Ursula Schröder, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
an der Universität Hamburg
Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland
und der Europäischen Union, Berlin
Dr. Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion,
Der Tagesspiegel, Berlin

Moderation: Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens-
und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt/M.

20.00 Uhr Ende der Veranstaltung

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Leitung

Uwe Trittmann

Studienleiter für Friedensethik, Außen- und Sicherheitspolitik

Telefon 0160 / 90 94 21 86

Kooperation/Förderung

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