Wie der Wandel zur Nachhaltigkeit gelingt

Tagung

Wie der Wandel zur Nachhaltigkeit gelingt

Globale Umweltziele versus Mobilität, Fleischkonsum und Plastikflut

Tagungsnr.
23/2019
Von: 03.06.2019 09:00
Bis: 03.06.2019 17:30
Französische Friedrichstadtkirche

Inhalt

Globale Umweltziele bei Klima und Biodiversität werden offiziell allseits befürwortet. Niemand scheint sich an den massiven Widersprüchen zu stören, wenn wir uns als Umwelt-Vorreiter feiern. Kein Einsatz fossiler Brennstoffe bei Strom, Wärme und Mobilität, kein Plastik und eine Landwirtschaft, die deutlich weniger tierische Nahrungsmittel erzeugt, wären die Konsequenzen aus diesen Zielen. In Wirklichkeit gehört unser ökologischer Fußabdruck jedoch weiterhin zu den größten weltweit. Tatsächlich wird es Änderungen geben müssen, wird neben „smartem Konsum“ auch „weniger Konsum“ gefragt sein. Wie kann daraus ein produktives Wechselspiel werden? Wie ambitioniert sind die globalen Umweltziele wirklich? Wie können komplexe emotionale und rationale Blockaden aufgelöst werden? Wie können neue Gewohnheiten entstehen, bei denen das tägliche Fleisch und die regelmäßigen Urlaubsflüge vielleicht nicht mehr ‚normal‘ sind?
Globale Umweltziele bei Klima und Biodiversität werden offiziell allseits befürwortet. Niemand scheint sich an den deutlichen Widersprüchen zu stören, wenn wir uns als Umwelt-Vorreiter feiern. Kein Einsatz fossiler Brennstoffe bei Strom, Wärme, Mobilität, kein Plastik und eine Landwirtschaft, die weniger tierische Nahrungsmittel erzeugt, wären die Konsequenzen aus diesen Zielen. Diese gelten nicht irgendwann, sondern müssen in maximal zwei Jahrzehnten die Realität beschreiben. Tatsächlich gehört unser ökologischer Fußabdruck jedoch weiterhin zu den größten weltweit.
Alle hoffen auf technische Lösungen, obwohl wegen der Größe der Herausforderung ziemlich sicher neben „smartem Konsum“ auch „weniger Konsum“ gefragt ist. Politiker und Wähler – und Unternehmen und Konsumenten – sind in Teufelskreisen voneinander abhängig und schieben sich gegenseitig die Verantwortung für den Wandel zur Nachhaltigkeit zu.

Die Tagung fragt, wie daraus ein produktives Wechselspiel werden kann und wie ambitioniert die globalen Umweltziele wirklich sind.
Wie komplexe emotionale und rationale Blockaden aufgelöst werden können. Wie neue Gewohnheiten entstehen können, in denen das tägliche Fleisch und die regelmäßigen Urlaubsflüge vielleicht nicht mehr ‚normal‘ sind.

Dr. Michael Hartmann
Evangelische Akademie zu Berlin
Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt,
Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik
Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann,
Universität Greifswald

Programm

Ab
8.30 Uhr Anreise und Anmeldung

9.00 Uhr Begrüßung Einführung der Veranstalter

9.10 Uhr Das Kooperationsproblem zwischen Individuen und Staaten bei globalen Umweltfragen
Prof. Dr. Andreas Löschel, Universität Münster

9.55 Uhr Sind wir wirklich so rational?
Wie wir beim Thema Fleischkonsum dichtmachen und wie das zu lösen wäre
Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann, Universität Greifswald

10.40 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr Institutionelle Trägheiten durchbrechen
Dr. Jörg Mayer-Ries, Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und
Institute For Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) Potsdam

11.45 Uhr Ambitionierte globale Umweltziele und multidisziplinäre neue Wege zur Transformation jenseits naiver Kapitalismuskritik
Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Forschungsstelle Nachhaltigkeit
und Klimapolitik (FNK) und Universität Rostock

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 Uhr Podium: Schluss mit der Vielfliegerei?
Und wäre das bevormundend?
Die Sicht junger Ökos –
Katharina Bohnenberger, Wuppertal Institut
Katharine Heyl und Jessica Stubenrauch, FNK

14.30 Uhr Al Gore und ich: Kann man vom Hedonisten zum Vollöko werden?
Peter Unfried, die Tageszeitung taz, Berlin

15.10 Uhr Kaffeepause

15.30 Uhr Wie wir uns mit Pseudo-Vorreiterschaft sedieren: Scheitern als Chance?
Dr. Bettina Hennig, Rechtsanwältin und Autorin, von Bredow Valentin Herz Rechtsanwälte, Berlin

16.10 Uhr Podium: Globale Umweltziele jenseits von Sonntagsreden: Kann der Teufelskreis Politiker/Wähler durchbrochen werden?
Sabine Leidig (Die Linke),
Gerhard Zickenheiner (Bündnis 90/ Die Grünen),
Peter Unfried, die Tageszeitung taz, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, FNK und Uni Rostock

17.25 Uhr Schlusswort der Veranstalter

Ende gegen 17.30 Uhr


Änderungen des Programms vorbehalten!

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Leitung

Dr. Michael Hartmann

Studienleiter Wirtschaft und Soziales und stellvertretender Akademiedirektor

Telefon (030) 203 55 - 504

Kooperation/Förderung

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