Lebensmelodien: Vergessene jüdische Musik

Abendforum

Lebensmelodien: Vergessene jüdische Musik

Nur Ben Shalom und das Nimrod Ensemble

Grenzgänge

Tagungsnr.
33/2020
Von: 08.11.2020 18:00
Bis: 08.11.2020 19:00
Online

Inhalt

Aufgrund der vom Berliner Senat beschlossenen neuen SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung muss das geplante "Lebensmelodien" Eröffnungskonzert als Präsenzveranstaltung leider verschoben werden. Wir hoffen, dass wir das geplante Format im Jahr 2021 durchführen können. Wir freuen uns daher umso mehr, dass die „Lebensmelodien“ an diesem 8. November dennoch erklingen werden – in Gedenken an die Pogromnacht vor 82 Jahren. Der Rundfunk Berlin Brandenburg wird aus der leeren Apostel-Paulus-Kirche übertragen:

8.11.2020 um 18.00 Uhr: rbbKultur Radio (Live Stream)

8.11.2020 um 20.04 Uhr: rbbKultur Radio (im Radio)

In der Nacht vom 9.11.2020 zum 10.11.2020 um 00:55 Uhr: rbb Fernsehen

Einen ersten Eindruck von den Lebensmelodien bekommen Sie in diesem Beitrag der ARD-Sendung „titel, thesen, temperamente“ und in diesem Youtube Video.

Sie komponierten unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Herrschaft und des Holocaust, ihre Werke gerieten häufig in Vergessenheit, wurden teils nie aufgeführt: Jüdische Komponist*innen, die in der Zeit von 1933 bis 1945 in Deutschland lebten, sind bis heute vielfach unbekannt. Der klassische Musiker und Klarinettist Nur Ben Shalom, der als Enkel von Shoah-Überlebenden selbst der "Dritten Generation" angehört, forscht in Archiven weltweit nach diesen Komponist*innen, zeichnet ihre Lebenswege nach und bringt ihre Musik zum Erklingen. Am Vorabend des 9. November, des Gedenkens an die Pogrome von 1938, wird Nur Ben Shalom mit dem Nimrod Ensemble einige dieser Werke uraufführen. Aufgewachsen in Tel Aviv, zog Nur Ben Shalom 2008 nach Berlin, um an der Hanns Eisler-Hochschule für Musik zu studieren. Seither spielte er u.a. bei den Berliner Philharmonikern, im Konzerthaus Berlin und im Musikverein Wien. Er ist Mitgründer des Nimrod Ensembles und hat in Hollywood an Produktionen des bekannten Filmkomponisten John Williams mitgewirkt.

Diese Veranstaltung ist Teil der interreligiösen Reihe „Grenzgänge", die gemeinsam von der Alhambra-Gesellschaft, der Apostel-Paulus-Gemeinde, dem Berliner Missionswerk, der Evangelischen Akademie zu Berlin und dem Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg organisiert wird. In dieser Reihe verbinden wir die inhaltliche Auseinandersetzung mit interreligiösen Fragen mit der Suche nach künstlerischen Zugängen zur Begegnung von Menschen unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Prägung.


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Leitung

Dr. Sarah Albrecht

Studienleiterin Theologie und interreligiöser Dialog

Telefon (030) 203 55 - 503

Kooperation/Förderung

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