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Berliner Streitgespräche - Armut - ein wachsendes Krankheitsrisiko

 
 

Abendforum

Berliner Streitgespräche - Armut - ein wachsendes Krankheitsrisiko

Greift die Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte?

Tagungsnummer
2006F17C
30. Mai 2006
19:30 Uhr
Inhalt:

Leitung

Simone Ehm

 

Organisation

Belinda Elter

 
(030) 203 55 - 409

Die soziale und gesundheitliche Lage von Bürgerinnen und Bürgern sind nicht voneinander zu trennen - das gilt in der Sozialmedizin als Binsenweisheit. Arme werden eher krank, sie sterben oft früher als Wohlhabende. Besonders betroffen sind Obdachlose, dann folgt die Gruppe der Erwerbslosen, Kinder aus armen Familien, Alleinerziehende, Migrantinnen und Migranten.


In den letzten Jahren hat sich diese Erkenntnis durchaus im öffentlichen Bewusstsein verankert. Es gibt eine Reihe von Initiativen, die die medizinische Versorgung von Menschen mit niedrigem sozialen Status gezielt fördern. Zugleich jedoch belasten grundsätzliche gesundheitspolitische Entwicklungen sozial benachteiligte Gruppen besonders stark. Es wird immer mehr privatisiert. Immer häufiger müssen Zuzahlungen geleistet werden, mehr Eigenverantwortung wird eingefordert.


Insgesamt sind die gesundheitlichen Ungleichheiten in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. In Berliner Bezirken, wo sich soziale Probleme häufen, ist dies kaum zu übersehen.


Die Spitzenverbände der Krankenkassen begegnen dem Problem mit neuen Vorsorgekonzepten. Im Februar dieses Jahres haben sie ihren überarbeiteten Leitfaden zur Prävention vorgestellt. Im Mittelpunkt steht das Thema soziale Chancengleichheit.


Wie weit tragen bisherige und geplante Maßnahmen der Gesundheitsplanung für sozial Benachteiligte in Berlin? Was geschieht auf der anderen Seite mit Menschen, die bereits aus dem Netz der Versorgung herausgefallen sind? Für welche Gruppen ist der Interventionsbedarf in der Hauptstadt besonders hoch? Welche gesundheits- und gesellschaftspolitischen Konsequenzen müssen weiterhin gezogen werden, damit die Versorgung sozial Benachteiligter besser wird?


Simone Ehm, Evangelische Akademie zu Berlin

Stephanie von Oppen, Bürgerforum Berlin e.V.

Programm:

19.30 Uhr Begrüßung und Eröffnung

Simone Ehm, Ev. Akademie zu Berlin


Soziale Ungleichheit und Gesundheit – Eine Einführung

Dr. Thomas Lampert, Robert Koch Institut, Berlin


Podiumsdiskussion

Dr. Heidi Knake-Werner, Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz in Berlin

Carola Gold, Gesundheit Berlin

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin

Rolf Stuppardt, Vorstandsvorsitzender des IKK-Bundesverbandes, Bergisch Gladbach

Dr. Adelheid Franz, Malteser Migranten Medizin, Berlin

Moderation: Cordula Tutt, Journalistin, Berlin


21.30 Uhr Ausklang bei Wein und Brezeln

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