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Umgeben von Wasser und Legenden

 
 

Tagung

Umgeben von Wasser und Legenden

Die Insel Schwanenwerder

Tagungsnummer
25/2013
06. - 07. September 2013
17:00 - 17:30 Uhr
Inhalt:

Leitung

Dr. Jacqueline Boysen

 

Organisation

Silke Ewe

 
(030) 203 55 - 508

Schwanenwerder ist ein privilegierter Ort, ein Berliner Kleinod. In der von Menschen inszenierten Natur finden sich bis heute private Rückzugsräume und Beispiele für exklusive Wohnkultur. Die Historie der Insel spiegelt die Geschichte der Stadt: Schwanenwerder erzählt von Opulenz und Fortschrittserwartung der Gründerzeit, vom Wunsch des aufstrebenden Bürgertums, der königlichen Pfaueninsel ein Pendant entgegenzusetzen. Zugleich lassen sich hier auch die Folgen von Unmenschlichkeit und Rassenwahn im Nationalsozialismus nachverfolgen.


Dank des Denkmal-, Gewässer- und Naturschutzes sowie der Achtsamkeit seiner Bewohner ist das außergewöhnliche Ensemble am Ausgang des Großen Wannsees sorgsam bewahrt. Wir genießen es, mit der Akademie in der Evangelischen Bildungsstätte auf Schwanenwerder stadtnah und doch abgeschieden in einmaliger Atmosphäre tagen zu können. Mit dieser Veranstaltung erheben wir Schwanenwerder vom Tagungsort zum Thema einer Tagung – und antworten damit auf die vielen Fragen unserer Gäste und Tagungsteilnehmer.


Unmittelbar vor dem „Tag des offenen Denkmals“ erkunden wir die Geschichte des „Cladower Sandwerders“ – wie die Insel hieß, bevor sie im 19. Jahrhundert aufgeschüttet, zur üppigen Park- und Gartenlandschaft umgestaltet und mit stattlichen Villen und Wirtschaftsgebäuden bebaut wurde. Mit Experteninnen öffnen wir den Blick auf die Insel, zeigen Beispiele für glanzvolle Lebenskultur. Und wir erinnern an Unrecht und Herrenmenschentum in der Zeit des Nationalsozialismus, an Enteignung und Besitzerwechsel sowie die Nachkriegszeit.


Dankenswerterweise dürfen wir im Verlauf der Tagung zwei Grundstücke auf der Insel begehen und die Gärten genauer betrachten. Wir zeigen Schwanenwerder in historischen Filmausschnitten. Und nicht zuletzt möchten wir auf die wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in der Evangelischen Bildungsstätte aufmerksam machen. Es sind die Werke des verstorbenen Christian Roehl sowie des Graphikers Thomas Werk, die derzeit neue Akzente in den Innenräumen und im Park des Ensembles setzen.


Dr. Jacqueline Boysen

Evangelische Akademie zu Berlin

Studienleiterin für Zeitgeschichte und Politik

Programm:

Freitag, 6. September 2013


16.00 Uhr Anreise und Anmeldung


17.00 Uhr Begrüßung

Stefanie Jüngerkes, Geschäftsführerin Ev. Bildungsstätte auf Schwanenwerder

Dr. Jacqueline Boysen, Ev. Akademie zu Berlin


17.30 Uhr Respekt vor der Geschichte, aber kein Historismus

Die Berliner Repräsentanz der Würth-Gruppe in Berlin – ein geführter Besuch auf dem Grundstück Inselstraße 16

Inga Büscher-Arft, Würth-Gruppe, Berlin


19.00 Uhr Abendimbiss in der Evangelischen Bildungsstätte


Erzählte Geschichte und Funde aus Archiven


20.30 Uhr Ein historischer Rundblick

Die Bebauungsgeschichte von den Anfängen bis zur Nachkriegsnutzung, Schwanenwerder in ausgewählten Filmausschnitten und ein Interview mit dem Anwohner und Chronisten Georg Schertz, Polizeipräsident a.D.

Dr. Christine Fischer-Defoy, Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V

Dr. Jacqueline Boysen, Ev. Akademie zu Berlin


Samstag, 7. September 2013


09.00 Uhr Morgenandacht


09.30 Uhr Ein besonderes Haus – die Villa Waltrud

Die Familie Sobernheim und ihr Architekt Bruno Paul

Heike Stange, Kulturamt Steglitz-Zehlendorf


Die Zerstörung einer Idylle – Schwanenwerder zwischen 1920 und 1945

Die Anwesen der Familien Salomonsohn und Solmssen

Dr. Christine Fischer-Defoy, Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V


11.30 Uhr Kaffeepause


12.00 Uhr Geleitet von Infostelen – eigene Erkundung des Geschichtspfads

Individueller Spaziergang mit einem Besuch auf dem Grundstück Inselstraße 20-22,

Kinder- und Jugendgästehaus der Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen gGmbH


13.00 Uhr Mittagessen


Mehr als eine Insel – der Kunstraum Schwanenwerder


15.00 Uhr Zum Innehalten der Plastik im Raum

Die Skulpturen des verstorbenen Künstlers Christian Roehl – ein Beispiel für die Arbeit der Stiftung St. Matthäus, Kulturstiftung der EKBO

Anne-Catherine Jüdes, Kulturwissenschaftlerin, Stiftung St. Matthäus, Berlin


16.00 Uhr Kaffeepause


16.30 Uhr Einfachheit und Stille

Rundgang durch die Ausstellung mit dem Künstler

Thomas Werk, Berlin



Ende der Veranstaltung gegen 17.30 Uhr


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Veranstaltungskalender

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