7000 mal Herr

7000 mal Herr

Systematische und praktisch-theologische Aspekte der Übersetzung des Gottesnamens

© Jonathunder, Public domain, via Wikimedia Commons

JHWH – mit diesen vier Konsonanten bezeichnet die hebräische Bibel den Gottesnamen, der in der jüdischen Tradition als unaussprechlich gilt. Die Übersetzung dieses sogenannten Tetragramms stellt eine zentrale theologische Herausforderung dar, denn in ihr äußern sich Gottesbild, Wahrnehmung und Beziehung zu Gott. Unter dem Titel "7000 Mal HERR" sind das Evangelische Zentrum Frauen und Männer, die Universität Oldenburg und die Evangelische Akademie zu Berlin an zwei Abenden den bibelwissenschaftlichen Grundlagen und den praktisch-theologischen Aspekten der Übersetzung des Gottesnamens nachgegangen.

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Die meisten evangelischen Bibeln geben das Tetragramm mit „HERR“ wieder – so auch die 2021 erschienene BasisBibel, die sich speziell an neue Bibelleser*innen wendet. Das Hebräische bietet dagegen eine viel größere Vielfalt an Bezeichnungen für Gott: ha-schem, adonaj, elohim, jah – um nur einige zu nennen. Auch jüdisch-rabbinische Übersetzungen bedienen sich mit ha-schem, ha-makom oder DU und ER (in Kapitälchen geschrieben) einer breiteren Palette.

Der hier dokumentierte zweite Teil der Mini-Reihe zur Übersetzung des Gottesnamens schaute konkret auf systematische und praktisch-theologische Aspekte: Wie prägen Gottesbilder unseren Glauben, unseren Blick auf die Welt, auf Mensch und auf Geschlecht? Welche Gottesbilder finden Anwendung in unseren Gemeinden? Welche Gottesnamen spielen in Liturgie und Predigt eine Rolle und was bedeutet das für Glauben und Gemeinschaft? Was sagt die theologische Lehre dazu? Welchen Einfluss können Bibelübersetzungen auf die Entwicklung von Gottesbildern haben? Können sie Traditionen verfestigen oder Wandel begründen? Wie lässt sich die „Weite Gottes“ in unserem sprachlich engen Rahmen ausdrücken?

Darüber diskutierten:

  • Prof. Dr. Alexander Deeg, praktischer Theologe, Universität Leipzig
  • Dr. Dominik Gautier, systematischer Theologe, Universität Oldenburg
  • Dr. Annette Jantzen, geistliche Verbandsleitung, Bund der Deutschen Katholischen Jugend Diözesanverband Aachen
  • Dr. Antje Schrupp, Theologin und Journalistin, Frankfurt a.M.
  • Moderation: Dr. Eske Wollrad, Evangelisches Zentrum Frauen und Männer
2022 13 Jun

Abendforum

Online

7000 mal HERR

Systematisch-praktische theologische Perspektiven

Das Tetragramm aus den vier Konsonanten JHWH bezeichnet in der hebräischen Bibel den Gottesnamen, der als unaussprechlich gilt. Die 2021 erschienene BasisBibel übersetzt es durchgehend mit HERR – und löste damit eine Kontroverse aus, die wir… weiter

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

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